Full text : Preußisches Landbuch

540

bracht.  Revidirtes  Statut  von  1851.  —  Die  Renten-Kapitale  der
24  ersten  Jahres-Gesellschaften  1839  —  1862  einschließlich  beliefen  sich
auf  mehr  als  9  Mill.  Thlr.
Preußischer  Kunst-Berein  zu  Berlin.
1858  von  dem  Maler  Schönau  begründet  (Dorotheenstr.  31.),  verfolgt ­
  er  neben  der  Aufgabe,  das  Publikum  mit  guten  und  preiswürdigen ­
  Oelgemälden  zu  versorgen,  als  nächsten  Hauptzweck,  den  Künstlern
Beschäftigung  und  aufmunternde  Theilnahme  zu  gewähren,  auch  einige
der  verdientesten  zu  prämiiren.  Der  Iahres-Beitrag  beträgt  für  die
Mitglieder  der  ersten  Abtheilung  24,  für  die  der  zweiten'12  Thlr.,
und  jedes  Mitglied  erwirbt  damit  die  Anwartschaft  auf  den  Gewinn
eines  anständig  eingerahmten  Oelbildes,  welche  letztere  behufs  der  Verlosung ­
  erworben  werden.  Die  Gründung  einer  Unterstützungskaffe  für
hülfsbedürftige  Künstler  und  deren  Familien  ist  im  Werke,  Kahl  der
Mitglieder  600.
Preußischer  Provinzial-Stipendien-Fonds,
von  den  Ständen  der  Provinz  Preußen  begründet  und  von  dem  Provinzial-Landtags-Marschall
  verwaltet.  Es  werden  daraus  Stipendien
à  50  Thlr.  verliehen.
Primkersches  Vermächtniß  zu  Raubten.
Es  besteht  in  2960  Thlr.  Die  Zinsen  sind  für  zwei  Bürger-Söhne
der  Stadt,  welche  sich  den  höheren  Wissenschaften  widmen,  mit  je  130
Thlr.  bestimmt.
v.  Printzen,
Ober-Marschall  zu  Berlin,  vermachte  der  dortigen  Parochial-Kirche
(1737)  1500  Thlr.,  deren  Zinsen  an  Gemeinde-Arme  vertheilt  werden.
Prinz-Friedrich-Wilhelms-Stiftung  der  Schneider-Jnnnng  zu  Breslau.
Es  war  der  Wunsch  der  Schneider-Innung,  das  Andenken  an  den
Aufenthalt  des  Prinzen  Friedrich  Wilhelm  daselbst  im  Jahre  1857
durch  eine  Stiftung  für  bedürftige  Innungs-Genossen  auch  in  Zukunft
bei  ihrer  Korporation  rege  zu  erhalten  und  Se.  K.  Hoheit  gestattete,
daß  diese  Stiftung  unter  der  obigen  Benennung  ins  Leben  treten  und
die  Vertheilung  der  Zinsen  in  der  Folge  jährlich  an  dem  Vermählungstage
  des  Prinzen  erfolgen  dürfe.  Als  Stiftungs-Kapital  hatte  die  Innung ­
  durch  freiwilllge  Beiträge  500  Thlr.  aufgebracht.  Die  betreffende
Stiftungs-Urkunde  sollte  auf  Wunsch  des  Prinzen  die  äußere  Form  erhalten, ­
  daß  sie  als  Albumblatt  eingereiht  werden  könnte.
Prinz-Wilhelms-  und  Mariannen-Jnstitnt  zu  Saarbrücken.
Die  Stadtgemeindc  Saarbrücken  errichtete  theils  aus  Kommunalmitteln,
theils  aus  gesammelten  entbehrlichen  Summen  eines  seit  längerer  Zeit
dort  bestehenden,  auf  freiwillige  Beiträge  gegründeten  Vereins  zur
Unterstützung  armer  kranker  Personen  in  einem  1836  dazu  angekauften
Hause  mit  zwei  Gärten  eine  Anstalt,  welche  a)  eine  Elementar-Schnle
für  Mädchen  unbemittelter  Eltern,  6)  eine  Strick-  und  Nähschule  in
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.