Full text: Preußisches Landbuch

Provinzial-Schul-FondS zu Posen. 
Er hat eine jährliche Einnahme von 21,500 Thlr., die zum Besten 
der Gymnasien, Seminarien rc. verwendet wird. Die Verwaltung steht 
dem Provinzial'Schul-Kollcgium zu. 
P r u ck m a n n scher Stipendien-Fouds, 
letztwillig gestiftet von der Frau Geh. Räthin Pruckmann, geb. 
Otter zu Kölln an der Spree 1623. Die Verwaltung des Fonds 
(jetzt etwa 1800 Thlr.) und die Kollation steht der Universität Breslau 
mit Zuziehung der Descendenten der Stifterin zu. Es werden drei 
Stipendien, jedes auf 4 Jahre verliehen, ohne Unterschied der Studien; 
die Verwandten der Stisterin und ihres Ehemanns haben den Vorzug. 
Pültz, 
Geh. Rath zu Berlin, vermachte (1785) der Armen-Direktion für das 
Armen-Schulwesen sein in der Breiten Straße Nr. 10 gelegenes Haus. 
Dasselbe ist in den Jahren 1843 und 1844 auf Kosten der Stadt neu 
gebaut und liefert jetzt einen ansehnlichen Mieths-Ertrag, welcher für 
den Unterricht der Armen-Kinder verwendet wird. Aus demselben sollen 
jährlich 100 Thlr. als Beitrag zu den an Schüler des Friedrichs- 
Werderschen Gymnasiums beim Oster-Examen zu vcrtheilenden Prä 
mien gezahlt werden. 
v. Pützsche Armen-Stiftung. 
Kanonikus Johann Arnold Frhr. von und zum Pütz in Köln (t 
1834) vermachte dem Armen-Fonds der Stadt das Burghaus Müg 
genburg, welches ungefähr 300 Thlr. jährlich einbrachte, mit der Be 
stimmung, daß drei invalide Personen männlichen oder weiblichen Ge 
schlechts, die unfähig sind, sich ihren Unterhalt zu verschaffen und auch 
keine zu ihrer Ernährung gesetzlich verpflichtete Anverwandten haben, 
übrigens in Köln geboren sind und im Bezirk der Pfarre zum heiligen 
Gereon wohnen, auf Präsentation des jczeitigen Pfarrers dieser Kirche 
in das Bürger-Spital zu Köln, außer der von den Behörden bewil 
ligten Anzahl aufgenommen und am zweiten Tische verpflegt werden 
sollten. S. Bürger-Hospital zu Köln. 
Pulverichsches Stipendium, 
von dem Zinsmahner der Altstadt Königsberg Pulver ich für arme, 
fleißige und befähigte Studirende gestiftet. Die Verwaltung führt der 
Magistrat zu Königsberg. 
Pul v er mach er sche Stiftungen. 
Die 1857 f Ehegattin des Stadtraths a. D. Pulverm a ch er zu 
Breslau, geb. Ries, setzte letztwillig aus: 1) 1500 Thlr., von wel 
chen die Zinsen alljährlich zum Gedächtniß einer verstorbenen Tochter 
der Erblasserin in der Art zu verwenden sind, daß davon 10 unbe 
mittelte fleißige Mädchen, welche die Schule des Kinder-Hospitals zum 
heiligen Grabe in Breslau besuchen, aber nicht Zöglinge des Hospitals 
sein dürfen, bekleidet werden. Die Verthcilung der Kleider soll von 
einer Gedenkfeier begleitet sein. 2) 1500 Thlr., deren Zinsen all-
	        
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