Full text: Preußisches Landbuch

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angekauft und diese an einem Tage und auf einmal an dortige jüdische 
Arme vertheilt werden sollen. 
Reformirte Prediger-Wittwen-Kasse zu Königsberg. 
Gestiftet für reformirte Prediger-Wittwen in Ostpreußen und Litthauen 
durch Beiträge der Prediger und durch Kollekten, sowie durch Legate 
von Bannwarth und Assessor Fischer. Vermögen 36,000 Thlr., 
dessen Zinsen an reformirte Prediger-Wittwen vertheilt werden. 
Reformirtes Waisenhaus zu Frankfurt a. O., 
von der Kirchengemeinde 1764 gegründet, aus dem Fonds des Waisen 
hauses und milden Sammlungen unterhalten. Das Haus enthält 6 
Zöglinge, Knaben und Mädchen und wird von dem Presbyterium ge 
leitet. 
de Rdgesche Familien-Stiftung, 
1855 von dem Amtsrathe, Major a. D. und Kreis-Deputirtcn de Rege 
zu Dusznick mit den Rittergütern Lubosin und Przystanki im Kreise 
Samter zur Unterstützung bedürftiger Glieder der Familie begründet. 
Sollte die Familie so weit aussterben, daß weniger als drei oder gar 
keine Angehörigen und Berechtigten derselben mehr vorhanden wären, 
so fällt die Stiftung dem Könige anheim, um darin unvermögende 
Preußische Offizier-Töchter aufnehmen zu lassen. 
v. Regemann, 
Reg-Rath a. D. (t 1830) vermachte dem Gymnasium zum grauen Kloster 
in Berlin den dritten Theil seines etwa 34,000 Thlr. betragenden Ver 
mögens, sowie seine Bücher-Sammlung, seine Gemälde und Landkarten 
mit der Bestimmung, daß seiner Haushälterin eine Pension von 400 
Thlr. für ihre Lebenszeit gezahlt, nach deren Tode aber aus den Zin 
sen drei Universitäts-Stipendien à 100 Thlr. gestiftet und der Ueber- 
rest zu kleineren Schul-Stipendien verwendet werden solle. Die Ver 
waltung dieser Stiftung ist dem Direktorium der Strritschen Stif 
tung, die Kollation der Universitäts-Stipendien dem Direktor und den 
beiden ersten, in Prima unterrichtenden Lehrern des Gymnasii, die 
Kollation der Schul-Stipendien dem Direktor allein übertragen. 
Regenhertzsches Legat, 
von der 1838 zu Hamm t Gattin des Appellationsgerichts-Raths Re- 
genhcrtz, geb. v. Rademacher, herrührend, und 1856 zur Hebung 
gekommen. Es beträgt 2618 Thlr. (jetzt 3000 Thlr.) und sollen mit 
den Zinsen tugendhafte, bedürftige, über 60 Jahr alte Leute, ohne Un 
terschied der Konfession, welche sich im Emmericher Bezirk aufhalten, 
unterstützt werden. Eine gleiche Summe verinachte Frau Rege «hertz 
zu gleichen! Zweck für alte Leute, die sich im Soester Bezirk aufhalten. 
Mutter Regina Armenhaus zu Wilhelmsthal (Glatz), 
1830 von dem Pfarrer Johann Gottwald zu Lindenau und Jauers 
unter diesem Namen gestiftet.
	        
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