Full text: Preußisches Landbuch

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scheinen mit der Bestimmung, daß von den Zinsen der betreffende Lehrer 
eine jährliche Zulage von 12 Thlr. erhalte und der Ueberschnß zur 
Bildung einer Schulkasse verwendet werde. Er gründete ferner (1864) 
mit 2000 Thlr. eine Stiftung zu Gunsten der bei der Schule in Stülpe 
neu zu errichtenden zweiten Lehrer-Stelle, sowie zur Unterstützung der 
ärmeren Mitglieder der Schulgemeinde bei Aufbringung des Schulgel 
des. Vgl. Stiftung zur Krankenpflege für Stülpe rc. 
Frau v. Rochow, 
verw. Minister, geb. v. d. Marwitz, schenkte 1855 der Armenkasse zu 
Reckahn (Zauche-Belzig) 300 Thlr. mit der Bestimmung, daß die 
Zinsen nach dem Ermessen des jezeitigen Predigers zur Unterstützung 
von 2 oder 3 der ältesten armen Frauen verwendet würden. 
Rod esche Stiftung zu Berlin. 
Wittwe Rode geb. Voigt (t 1819) vermachte a) 6000 Thlr., wo 
von die Zinsen alljährlich am 13. Februar an unbescholtene arme Witt 
wen bürgerlichen Standes (zu den pauvres honteux gehörig) deren 
Ehemänner lutherischer Konfession gewesen sind, in Berlin das Bür 
gerrecht gewonnen und bis zu ihreui Tode dort ihren Wohnsitz gehabt 
haben, vertheilt werden sollen; b) 1500 Thlr. zur Unterstützung armer 
Bürger und Bürger-Wittwen von gleicher Qualifikation, die Schulden 
halber und vorzüglich wegen Miethsschulden unter Exekution stehen, 
und durch Vergleich mit ihren Gläubigern gerettet werden können. Der 
Unterschied der Religion ist ohne Einfluß, jedoch muß der Hülfesuchendc 
nicht durch eigene Schuld in Verlegenheit sei», worüber das Gutachten 
des Stadtverordneten des Reviers, in welchem er wohnt, zu erfordern 
ist. Beide Kapitalien werden von der städtischen Haupt-Stiftl^lgskasse 
verwaltet und hatten bis zum Jahre 1845 (Lisco S. 82.) sich auf 6125, 
resp. 1625 Thlr. vermehrt. 
Rode sche Stiftung zu Magdeburg, 
Anna Rode setzte (1567) 300 Gulden aus, wovon die Zinsen zu 
ihrem und ihrer Familie Gedächtniß an Arme aus ihrer Familie oder 
in deren Ermangelung an andere Arme aus der St. Petri-Gcmcindc 
zu Magdeburg vertheilt werden sollen. Anfänglich wurde für die Zin 
sen Tuch angekauft und den Armen gegeben; später ließ man Klei 
dungsstücke fertigen und verabreichen. In neuerer Zeit sind zu Weih 
nachten zwei alte Frauen eingekleidet. Das Stiftungs-Kapital beträgt 
jetzt 241 Thlr., wovon jährlich 8 Thlr. Zinsen zur Verwendung 
kommen. 
Rod inan nscheS Stipcndinni, 
von dem Rathsverwandten Christoph Rodmann und dessen Ehegattin 
Katharina geb. Lydtke für einen der Augsburgschen Konfession zuge 
thanen Studircnden der Theologie fundirt, zu welchem vorzüglich Ab 
kömmlinge der beiden Testatoren gelangen, in deren Ermangelung aber 
Stadtkinder von Königsberg in Pr. admittirt werden können. Die 
Verwaltung des Fonds hat der dortige Magistrat.
	        
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