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Ioh. Heinr. Schmager,
Kaufmann zu Magdeburg, bestimmte im Jahre 1800 von einem der
heil. Geistkirche vermachten Kapitale von 1000 Thlr. Gold 3pCt. für
die Prediger-Wittwen dieser Kirche. Fehlt es an dergleichen Wittwen,
so bezieht die Kirche die Zinsen.
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Ş ch ma lw a ssersche Stiftung zu Tltweiler.
Bon dem 1808 zu Wien t Sch Nt alwa sser begründet, welcher seiner
Vaterstadt Ottweilcr 12,000 Gulden vermachte und dabei bestimmte,
daß von den Zinsen am 1. November jeden Jahres 100 Gulden an
Hansarme der Stadt vertheilt werden sollten; 50 Gulden sind jährlich
zur Bestreitung des Schulgeldes für Kinder armer Eltern zu verwen
den und 300 Gulden sollen ein Stipendinul für solche Knaben des
Orts bilden, die in der Elementar-Schule am fähigsten im Schreiben
und Rechnen befunden werden und den Großhandel erlernen, oder sich
den Wissenschaften widmen wollen. Das Stipendium, welches jetzt
150 Thlr. beträgt, wird den Betheiligten ans 4 Jahre verabreicht. —
Der Ueberrest der Zinsen soll theils den Hausarmen zu Gute kommen,
theils zur Vergrößerung des Stiftungs-Kapitals verwendet werden. Die
Verwaltung der Stiftung ist, unabhängig von der Gemeinde-Behörde,
einer besonderen Kommission unter dem Vorsitz des ersten evang. Geist
lichen des Orts anvertraut.
Sch ni alz scher Freitisch Fonds zu Berlin.
Er hat seinen Namen von dem Geh. Jnstizrathe und Prof. Schmalz,
welcher denselben 1818 begründete und aus den Ertrag einer Vorlesung
und ein Kapital von 2400 Thlr. fundirte. Dieses Kapital ist später
durch milde Beiträge vergrößert worden. Die Verwaltung des Fonds
steht dem Rektor und Senat der Universität zn.
Schm ceke,
Senator zu Zielenzig, vermachte zum Besten der dortigen Schulen 500
Thlr. S. auch Hospital zn Zielenzig.
S ch m e i » t,
Vikar zu Bocholt, verfügte (1832) n) zwei Beneficia curata bei der
dortigen katholischen Pfarrkirche, ein jedes zu einer jährlichen Rente von
350 Thlr. und vorzugsweise für Verwandte des Stifters; b) ein Stu-
dien-Stipendium von jährlich 50 Thlr. gleichfalls vorzugsweise für
Verwandte des Stifters; c) zwei Leibrenten für dürftige Eheleute,
Wittwen, ebenfalls wieder vorzugsweise aus der Familie des Stifters,
bestehend in freier Wohnung nebst Garten und 18 Thlr. jährlich für
jeden. Da zur Erfüllung dieser Dispositionen eine jährliche Revenüe
von 786 Thlr. nöthig gewesen wäre, der Nachlaß aber nur 555 Thlr.
jährlich gewährte, so haben die Stiftungen eine Reduktion erfahren
müssen.
Bürgermeister Schmidt sche Armen-Stistimg
in Schwedt, mit 730 Thlr. Kapital. Die Zinsen stehen zur Ver
fügung des Bürgermeisters, welcher sie an Arme vertheilt.