Full text : Preußisches Landbuch

622

Kindern  unentgeltlichen  Unterricht  in  den  städtischen  Schulen  und  sonstigen ­
  Anstalten  zu  ertheilen.
Sch  mi  bische  Stiftung  zn  Lüben.
Die  1837  zu  Lüben  f  verw.  Post-Direktor  Schmidt  geb.  Oertel,
setzte  2000  Thlr.  für  arme  Bllrgcr-Witcwen  und  verarmte  Bürger
daselbst  aus.  Die  Zinsen  des  Kapitals  sollen  halbjährlich  an  10  dergleichen ­
  Arme  vertheilt  werden.  Die  Verwaltung  der  Stiftung  steht
deni  Magistrat  unter  Mitwirkung  des  Ober-Geistlichen  zu.
Schmidt  scher  Professor-Wittwen-Pensivns-FoudS.
Er  besteht  bei  der  Universität  Breslau  und  es  soll  ein  Famulus  oder
Pedell  Schmidt  der  Universität  Frankfurt  a.  O.  in  der  Mitte  des
vorigen  Jahrhunderts  den  ursprünglichen  Fonds  hergegeben  haben.
Das  Kapital  beträgt  1309  Thlr.,  deren  Zinsen  zu  gleichen  Theilen
an  die  vorhandenen  Wittwen  der  ordentlichen  Professoren  stiftungsmäßig ­
  vertheilt  werden.  (Koch  1.  308).
Schmidt  scheö  Stipendium  zu  Mitteuwalde.
Vom  Bürgermeister  Schmidt  1744  mit  1600  Thlr.  gestiftet:  a)  zu
einem  jährlichem  Stipendium  für  einen  Stndirenden  von  40  Thlr.;
l>)  zu  einer  Unterstützung  für  einen  Handwerker  von  20  Thlr.;  c)  zu
einer  Unterstützung  für  die  Stadtarmen  von  12  Thlr.;  d)  zur  Remuneration ­
  für  die  Kuratoren  von  8  Thlr.  Der  Fonds  besteht  jetzt  aus
etwa  4500  Thlr.  und  aus  einer  halben  Hufe  Landes.  Das  Universitäts-Stipendium ­
  wird  an  einen  Stndirenden  auf  2  Jahre  a)  zunächst
an  einen  Verwandten  des  Stifters;  b)  an  den  Sohn  eines  Magistrats-Mitgliedes
  zu  Mitteuwalde;  c)  an  den  Sohn  eines  Geistlichen  daselbst;
d)  an  einen  Nachkommen  des  Ober-Amtmanns  Gerresheim  zu
Zossen;  e)  an  ein  Mittcnwaldcr  Stadtkind  vergeben.  Die  Kollation
steht  dem  Magistrat  und  der  Kirche  zu.
Schmidtscheö  Stipcudiuni  zu  Potsdam,
von  dem  Amts-Kommissariuö  und  Notarius  Schmidt  daselbst  1715
gestiftet.  Er  lcgirte  800  Thlr.  zu  einem  Stipendium  für  Studirendc,
zu  einer  Prämie  für  Professionisten  und  zu  Unterstützungen  für  Stadt-Arme.
  Der  Fonds  betrug  1848  etwa  1600  Thlr.  und  das  Univcrtäts-Stipendium
  25  Thlr.  Gold.  Es  ist  für  Söhne  der  Schmidtschen
Familie,  event,  für  die  der  Magistrats-Mitglieder,  der  Geistlichen  und
der  Potsdamer  Einwohner  auf  die  Univcrsitätözrit  bestimmt,  und  wird
vom  Magistrat  und  der  Geistlichkeit  verliehen.
SchmidtscheS  Stipendium  zu  Wrictzen.
Gestiftet  von  Johanna  Sophie  Schmidt  1803  mit  2000  Thlr.  Die
Zinsen  mit  100  Thlr.  werden  an  Schüler  und  Studirende  auf  eine
von  den  Kollatoren  zu  bcstimnlende  Zeit  vergeben.  Die  Stipendiaten
müssen  zum  Studiren  tüchtige  Wrietzener  Stadtkinder  sein.  Kollator
ist  der  Magistrat  mit  Zuziehung  der  Stadtverordneten  zn  Wrietzen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.