Full text : Preußisches Landbuch

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Sch  önfeldsche  Stipendien,
von  dem  Amtsschreiber  Georg  Schön  seid  zu  Hohenstein  für  seine
studircndcn  Verwandten  und  sonstige  in  Preußen  geborene  arme  Studirendc
  gestiftet.  Die  Verwaltung  dieses  „Groß-  Schönfeldschen  Stipendiums" ­
  hat  der  Magistrat  zu  Königsberg.  Ein  anderes  von  Schönfeld ­
  gegründetes  Stipendium  für  in  der  Stadt  Elbing  geborne  arme
Studirende  verleih^  der  Magistrat  zu  Elbing.  Noch  besteht  ein  Klein-Schönfeld
  sches  Stipendium  für  studirende  Söhne  der  Magistratsmitglieder, ­
  Sekretäre  und  Registratoren,  verwaltet  von  dem  Magistrat  zu
Königsberg.
p.  Sch  öningsche  Stiftung.
von  dem  Gutsbesitzer  v.  Schöning  zu  Sergen  in  seinem  Testamente
vom  26.  November  1802,  publizirt  27.  Juli  1807,  gegründet.  Sie
hat  zufolge  revidirtcn  Statuts  vom  6.  September  1854  den  Zweck,
alle  ohne  ihr  Verschulden  heruntergekommenen  adeligen  Gutsbesitzerder
Neumark,  besonders  im  Kottbuser  Kreise  zu  unterstützen,  in  sofern  denselben ­
  noch  durch  einen  Vorschuß  aufzuhelfen  ist.  Sie  besteht  ans  den
Gütern  Gablenz,  Kathlow,  Sergen  und  Tranitz,  ans  6947  Morgen
Stiftsforsten  und  (1854)  aus  54,000  Thlr.  Kapitalien.  Testamcnts-Exekutor
  ist  zur  Zeit  der  Ober-Bürgermeister  Jahr  zu  Kottbus,  die
Ober-Aufsicht  steht  der  Regierung  in  Frankfurt  zu.  Bedingungen  der
Unterstützung  sind:  a)  der  hülfcsuchende  Gutsbesitzer  muß  außer  Stande
sein,  diejenigen  Answendungcu  zu  machen,  welche  zur  ferneren  Erhaltung ­
  des  Guts  in  der  Familie  und  im  gehörigen  Kultur-Zustande  nach
den  obwaltenden  Umständen  Erforderlich  sind;  b)  er  darf  nicht  selbst
daran  Schuld  sein,  daß  er  in  diesen  hülfsbedürftigen  Zustand  gerathen
»st;  c)  cs  muß  ihm  durch  das  zu  bewilligende  Darlehn  noch  geholfen
werden  können;  d)  er  muß  die  hypothekarische  Eintragung  des  Darlehns
zu  bewirken  im  Stande  sein.
Schönlanksche  Stiftungen.
Kaufmann  Julius  Schönlauk  zu  Königsberg  (t  1860)  vermachte
■rl’i^ Vt % Cn  à'versitat  2000  Thlr.  zu  einen,  Stipendium  für  zwei
ludlsche  Studenten;  uach  «rsotgter  Emancipation  der  Juden  kann  das
gk.if'f 1 ““ 1 ,  üu  eineu  christlichen  Studircndcn  vergeben  werden.
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3)em  Stadtgericht  steht  die  Kollation  zu.
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