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herkömmlichen Freistetten (10 pCt. der Schülerzahl, im Uebrigen wie
bei der Königsstädtischen Real-Schule), eine Wohn-Kommunität, (ge
trennt von der Streitschen und der Schindlerschen Kommunität),
in welcher eine Anzahl Schüler freie Wohnung, Heizung und Beleuch
tung erhalten, und Freitische, deren Verleihung dem Direktor zusteht.
— Lehrer-Wittwen- und Waisen-Unterstützungs-Kassc.
'S" »ft 1<04 begründet, erhielt 3000 Thlr. von Streit und 500
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300 Thlr. Bcrhältnlßmäßig gleiche Unterstützungen beziehen die zurück
gebliebenen Kinder, namentlich werden unverhcirathetc elternlose Töchter
mit 160 Thlr. Unterstützung und die Hinterbliebenen einer Wittwe mit
50 Thlr. Sterbegeld bedacht. Die Verwaltung der Stiftung steht dem
Lehrer-Personal, die Ober-Aufsicht dem Provinzial-Schul-Kollcgio zu.
Vgl. Schindlersche Legatcn-Kaffe, Schindlcrsches Waisenhaus,
Strcitsche Stiftung, v. Rcgemann, Schaffer rc. rc.
Bern hard t sche Stiftung,
seit 1864 bei der Synagogen-Gemeinde zu Breslau bestehend. Der
zu Dresden verstorbene Partikulier Alexander Bernhardt hinterließ
der Gemeinde zur Gründung einer „Bernhardtschcn Stiftung" behufs
Unterstützung der Wittwen und Waisen von verschämten Armen, so
wie von israelitischen Gymnasiasten und Seminaristen ein Kapital von
20,000 Thir.
Beruh ei msches Legat,
von 5000 Thlr., 1858 von dem jüdischen Rentier Heinrich Bern-
heim der israelitischen Gemeinde zu Halle a. S. vermacht mit der
Auflage, die Zinsen im Verlauf der nächsten 25 Jahre zur Erhaltung
und Verschönerung des Begräbniß-Platzes der jüdischen Gemeinde zu
verwenden.
Bernödorfscheö Legat.
Der in Pracheuan verstorbene Häusler Bernödorf legirte (1859)
ber evangelischen Schule zu Melaune (Görlitz) 50 Thlr., deren jähr
liche Zinsen zur Unterstützung armer Schulkinder aus Prachcnau zu
verwenden sind.
Christian Bertram,
Bierbrauer zu Burtscheid (f 1851) vermachte a) den katholischen Ar-
wen der Pfarre znm h. Michael; b) den katholischen Armen der Abtei-
Pfarre eine jährliche Rente von je 200 Thlr., die sich später noch
uw je 100 Thlr. vermehren sollte. Die Bertheilung der für die Ar-
wen bestimmten Renten haben die betreffenden Pfarrer zu bewlrkcu.
Beschästignngö Anstalt für Arme zu Potsdam.
Auf Anregung des Ober-Pfarrers Rauh im Jahre 1861 %»"»»»# f»"
weibliche Arme begründet, um ihneu angemestenc Arbeit und die Ve-