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keits-Amtc 2000 Thlr. behufs Besoldung eines Lehrers bei der Ar-
men-Schule.
Sittards Stiftung zu Wesel.
Sie besitzt 5660 Thlr. Vermögen und hat den Zweck, sechs alten Frauen
lm Stiftungshausc freie Wohnung zu gewähren und sie mit Geldspen
den zu unterstützen.
St. Sixtus-Hospital zu Haltern (Koesfeld).
Eine 1854 aus milden Gaben hergestellte, selbstständige, unter Ober
aufsicht des Bischofs stehende, auf 30 Kranke eingerichtete Anstalt die
zum Theil durch Zuschüsie der Gemeinde, zum Theil durch freiwillige
-önträge unterhalten wird. Die Leitung ist barmherzigen Schwestern
anvertraut.
Snow a dz lische Stiftung in Bomst.
Sie hat den Zweck, arme Bräute mit einer Beihülfe zur Aussteuer zu
versehen.
Soermansscheö Stift zu Danzig,
für die dortige niederländische reformirte Gemeinde, (sie entstand aus
denjenigen Anhängern des Kalvinismus, welche, um den spanischen Ver-
folgungà zu entgehen, in den Jahren 1566—1572 aus den Nieder
landen entflohen und in Danzig Schutz suchten), im Jahre 1773 von
dem holländischen Konsul H. Soermans erbaut. Es finden darin
verarmte Mitglieder jener Gemeinde freie Wohnung.
Söternichsche Stiftung zu Linz (Trier).
Matthias Söternich, Schuster zu Linz (+ 1739) errichtete nach dem
Tode semer 7 Kinder ein Testament, in welchem die in den Erzstiften
Köln und Trier gebornen, aus dem Judenthum zum christkatholischen
Glauben sich bekennenden und einen Stand antretenden Kinder zu
Untversal-Erbcn eingesetzt wurden, dergestalt, daß ein Kind 100 fl. aus
den Zinsen eines Kapitals von 2400 Thlr. Kölnisch erhalten sollte.
Zur Zeit beträgt das Kapital 6300 Gulden, und es ist dasielbe dem
Pro-Gymnasinm zu Linz a. Rhein überwiesen.
SohstenscheS Stipendium.
Die Geschwister Elisabeth und Beate So h st en zu Ueckermünde stifteten
13 bel der Fricdrich-Wilhelms-Uuiversität zu Berlin ein Stipendium,
vas alle 2 Jahre vergeben wird und in den Zinsen von 400 Thlr.
esteht. Das Kapital hat sich im Laufe der Zeit vermehrt.
Soinskisches Vermächtniß zu Goray (Posen),
von dem Prediger SoinSki (+ 1836) herrührend, indem er 1000Thlr.
zur Verbcsieruttg deS dortigen Pfarr-EinkommcnS legirte.
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i^îŅrksbesitzer in Briefen, wendete 1862 der ev. Kirche zu Adelnau
¿0 Thlr. zu, deren Zinsen an 6 Arme der Parnàsie vertheilt werden
sollen. Tie Verwaltung hat der Pfarrer und der Kirchen-Rath.