fullscreen: Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft

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Bildende Kunst. 
einmal bis ins einzelne nachzuweisen, wird eine der schönsten 
Aufgaben eines Geschichtschreibers der deutschen Kunst im 
19. Jahrhundert sein. 
Gehen wir im folgenden zunächst auf die fremde Entwick— 
lung ein, so kann es nicht die Absicht sein, sie völlig gleich— 
mäßig und unter Berücksichtigung aller ihrer wichtigen Erschei— 
nungen zu schildern. Es kann sich vielmehr nur darum han— 
deln, die Momente herauszuheben, die zum Verständnis der 
etwas verwickelten deutschen Vorgänge, diese im weiteren Sinne 
genommen, unerläßlich sind. 
In den Vordergrund tritt da zunächst die Entwicklung der 
englischen Landschaftsmalerei. England ist das geeignetste 
Land für die Erkenntnis zarter Wirkungen des Lichtes, — schon 
in Deutschland hatten wir wahrnehmen können, daß die ersten, 
folgenlos gebliebenen Versuche voller subjektivistischer Malerei 
an den Seeküsten, und ebenfalls im Landschaftlichen, in den 
malerischen Objekten weiter Raum- und Luft- und Licht— 
beziehungen gemacht worden waren. Und England war das 
Land fortgeschrittenster bürgerlicher Kultur. So kann es nicht 
wunder nehmen, wenn der erste große landschaftliche Subjek— 
tivist Englands, Gainsborough (1727 -1788), schon in den 
Zeiten des Rokoko gelebt hat. Von ihm hat er nun gewiß 
noch einige Stilelemente. erhalten: die unwirkliche Anmut der 
Linien, die salonmäßige, seidige Farbengebung. Aber durch 
sie hindurch klingt doch deutlich schon ein Zug zur bloßen 
Wiedergabe der Farbeneindrücke, und die Landschaft erscheint 
nebeldurchwirkt und in den Umrissen gelockert. 
Auf Gainsborough folgte Turner, ein frühester Meister 
absoluten Lichts und bloß des Lichtes in seinen verwegensten 
alles durchsetzenden Manifestationen, von der Silberflut eines 
Lichtmorgens an bis zu den purpurnen und goldenen Feuer— 
werkskünsten eines sonnigen Abends. Aber er hat keine Nach— 
folge gefunden; die weitere Entwicklung knüpfte vielmehr an 
Gainsborough an. Auf ihm hat in der nächsten Maler— 
generation vor allem Crome (1769- 1821) gefußt, nur daß er 
aicht mehr die duftige Landschaft Suffolks, sondern die kräftige
	        
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