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Accisc-Jnspektor Jacobs geb. Schultz, einer Berwandtin der Stif
terin, im Betrage von 15,000 Thlr. eine ansehnliche Erweiterung er
halten. Bei Verleihung der Exspektanzen soll nicht mehr allein der
erste bürgerliche Stand, sondern es soll vorzugsweise die Klaffe der
gebildeten Einwohner der Stadt Bergen Berücksichtigung finden.
Lpandausche Zinsen-Stipendien.
Aus Ersparniffcn a) des Jakobischen und Schreiberschen Legats und
aus Schanz-Entschädigungsgeldern gebildet. Fonds 600 Thlr.; die
Bedingungen der Verleihung sind denen bei den Schreiberschen und
Jakobischcn Stipendien gleich; b) anderer nicht verliehenen Stipendien
entstanden. Fonds 1400 Thlr. ; als Stipendien werden die Zinsen des
Kapitals in mehreren Portionen vergeben.
Spaniersche Familien-Stiftung,
von Nathan Spanier in Berlin mit 6000 Thlr. begründet. Die
Zinsen werden zur Unterstützung armer Verwandten, wie auch zur Aus
stattung von Mädchen aus der Verwandtschaft des Stifters und seiner
Ehefrau verwendet (Lisco S. 399).
Sparkaffen.
Sie einzeln aufzuführen gebricht es an Raum. Der Staat hatte im
3af)rc 1863 384 städtische und 122 Kreis-Sparkassen mit mehr als 80
Mill. Thlr. Einlage. i
Şparkaffe der Gräflichen Faktorei zu Jlsenbnrg,
1837 von dem damals regierenden Grafen zu Stolberg-Wernigerode
gegründet. Sie besteht unter Garantie des Grafen, nimmt Einlagen
von 10 Sgr. bis 25 Thlr. an und verzinset dieselben mit 3} pCt
Es werden jährlich 50 Prämien à 2 Thlr. verloset. Im Jahre I860
kurstrten 2185 Bücher und es waren Bestand 150,181 Thlr.
Sparkaffe zu Neindorf,
für die Dienstboten und Arbeitsleute des Ritterguts von der Guts
herrschaft unter Znsichernng von 5 pCt. Zinsen errichtet. Die Ein-
lagcn beliefen sich Ende 1859 auf 2293, Ende 1860 auf 3766, Ende
69 8£ U ^hļr.; Zahl der Bücher in diesen Jahren resp. 53,
Spar-Berein zu Grlinberg.
1849 von dem Kämmerer Hclbig nach Liedkeschem System be
gründet, zahlen die Theilnehmer während des Sommers 30 Wochen
hlndurch bestimmte feststehende Beiträge von 2 bis 20 Sgr. an die 3
Abthcilungs-Vorsteher ein, die ihnen demnächst bei Beginn des Winters
ln so vielen Thalern, als pro Woche Silbergroschen gezahlt worden,
zur Beschaffung der Bedürfnisse des Winters mit einer kleinen Zins-
vergütigung zur Erweckung der Lust zum Sparen zurückgezahlt werden.
Der Verein hatte im Sommer 1865 feine Gefammt-Einlagen anf die
Hohe von 4439 Thlr. gebracht. Beitritt zu dieser ebenfalls auf einer
gewissen Selbsthilfe gegründeten WohlthätigkeitS-Anstalt hat jeder un-