Full text: Preußisches Landbuch

674 
SteinerscheS Legat. 
Der zu Bern am 1. April 1863 + Mathematiker Ņ"fĢr vr 
Steiner vermachte der Akademie der Wissenschaften zu Berlin 8t 
Thlr., um diese Summe auf Pupillarische Sicherheit zinsbar anzulegen 
und den Reinertrag alle zwei Jahre zu Preisen zu verwenden fur von 
ihr aufgestellte Aufgaben in dem Bereiche der synthetischen Geometrie 
hauptsächlich mit Berücksichtigung der von ihm (Steiner) aufgestell en 
Methode und Prinzipien. Ueber diese Prämiirung entscheidet endgültig 
die physikalisch-mathematische Klasse, welcher freigestellt ist, e,ne Haupt 
prämie allein, oder eine Haupt- und eine Accessit-Praime zu bestimmen. 
Die Akademie hat die landesherrliche Bestätigung des Legats und die 
Ermächtigung erhalten, Summen, welche in #oigc nicht beunnter r o- 
sung der'den Stiftungs-Bestimmungen gemäß gestellten Aufgaben zu 
rückfallen, zu Preisen für verwandte Arbeiten in der Geometrie über 
haupt zu verwenden. 
Frau Steiner, 
Wittwe des Kaufmann Steiner zu Reichcnbach in Schlesien geb. 
Rclhtcr légiste (1858) 1500 3#. &itr WeUiuig 
Schülschwcstcrn als Lehrerinnen an der Elementar-Schulklassc Mäd 
chen bei der katholischen Stadt-Pfarrkirche zu St. Georg in Rcichcn- 
bach und zur Beaufsichtigung der dortigen katholischen Kleinkinder e ahi 
Anstalt. 
Fran v. Steinwehr, 
verw. General-Lieutenant, Henriette geb. Günther (s^ 1857 in Bres 
lau) vermachte der Stadt Berlin zum Andenken an ihren Ehegatten 
50,000 Thlr. und cs ist zur Annahme dieser letztwilltgcn Zuwendungen 
resp. zur Verwaltung der hicruach unter dem Namen „General-Nente 
nant Wilhelm von Stcinwehrsche Stiftung" zu begründenden, m.t den. 
Friedrich-Wilhelms-Hospital (s. d. A.) zu verbindenden und 1858 ms 
l'ebe» gehelette» eiiflmtg bem^(agi^^rat ;tt^etl,tl tmler bem m - 
bruar 1858 die landesherrliche Genehmigung ertheilt. Von den Reve- 
nüen der Stiftung soll 24-30 dienstunfähigen, zur hiesigen Stadt- 
gemeinde gehörigen Personen des dienenden -L laudes, itti weiteren 
Sinne des' Worts, welche eine tadellose Aufführung nachweisen können, 
freie Wohnung, Heizung Beleuchtung und Verpflegung im bezeichneten 
Hol'vital zu Theil werden. Die eine Hälfte der Stellen ist mit männ 
lichen die andere mit weiblichen Bcueficiateu besetzt; jeder Aufgenom 
mene erhält monatlich noch eine Rekreation von 15 Sgr. Frau von 
Steinwehr legirte auch der Diakonisicn-Austalt in Breslau em 
Kapital von 1500 Thlr. 
Wolf Balthasar Adolf v. Stcinwehr,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.