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100 Thlr. vermehrt worden. Die Zinsen werden am 22. Marz, dem
Geburtstage des Königs Wilhelm, an brave Handwerker-Familien vertheilt.
Stiftung zur GrtvÄhrmig von Vorschüssen an Gewerbtreibende ln Königsberg.
Ein geachteter Mann errichtete mittelst Urkunde vom 5. Oktober 1855
resp. 14. Mai 1856 durch Niederlegung Polnischer Loose und einiger
fälligen Zins-Eoupons von Preuß. Staats-Papieren rc., im Gesammt-Betrage
vou 3264 Thlr. eine Stiftung, uin Gewerbetreibenden behufs
ihres bessern Fortkommens Vorschüsse zu gewähren. Die Verwaltung
führt der Magistrat, die Rechnungs-Abnahme bewirkt die Stadtverordneten-Versammlung.
Die Vorschüsse werden aus den Revrnüen der
Stiftung gewährt und in terminlichen Räten zurückgezahlt. Sie werden
in der Regel nur gegen Unterpfand oder sichere Bürgschaft bewilligt.
Eine Verzinsung findet nur statt, wenn der Borschußnehmer
sich in der Abzahlung säumig zeigt. Zum Genusse der Stiftung sind
nur Gewerbetreibende berufen, welche als ordentliche, fleißige Arbeiter
bekannt sind nnd einer Ilnterstützimg bedürfen, um ihr Gewerbe mit
Erfolg fortbetrriben oder demselben einen größeren Umfang geben zu
können. Personen, welche Handel treiben, und Schänker bleiben ausgrfchlosien.
Von den zurückgezahlten Vorschüssen wird die Hälfte jährlich
dem Kapitale zugeschlagen, bis dasselbe die Höhe von 50,000 Thlr.
erreicht. Die Stiftung hat unter dem 15. November 1856 die landesherrliche
Genehmigung und die Rechte einer juristischere Person erhalten.
Schmidtsche Stiftung zu Königsberg.
Stiftung für httlfsbedttrflige Unteroffiziere und Soldaten des t. Oftpreußischen
Grenadier.Regiment», ... , ,.:t w .
bei Gelegenheit der Krönung im Oktober 1661 von dem Ehef des Regiments,
dem Kron-Prinzen Friedrich Wilhelm und seiner Genrahlin
ber Krön-Prinzessin mit einem Geschenk von 1000 Thlr. begründet.
Stiftung zur Pcnsionnnng erang. Vc^vcr '«iitttrcn in Löwenberg.
Ņus einem Vermächtnisse des 1822 + Kantor Beer hervorgegangen
und 184J neu geregelt. Vou 1200 Thlr. Kapital sollten die Zinsen
un Wittwen in Löwenberg f Dtadt-Schullehrcr gezahlt werden, so
lange keine Wohnung für zwei solche Wittwen eigens erbapt oder erworben
wird; aber auch wenn letzteres geschehe, sollen 500 Thlr. zur
Zlttsen-Vcrthcilung reservirt bleiben. Das Kapital belief sich 1861
uns 1820 Thlr., von bereit Zinsen zwei Lehrer-Wittwen je 35 Thlr.
erhielten. '
/ Stiftung für Dragoner zu LNbcn.
Lüben wurde der nachherigc König Wilhelm von Wurtemberg am
27 • Sept. 1781 in dem jetzt (1864) dem Rechtsanwalt Kretschy
gehörigen, damals vom Bater des Königs (Chef deS 1781 dort garni*
şonirendcn Dragoner-RegrmentS) erbauten Schlosse geboren. Um das
>lahr 1840 stiftete derselbe ein Legat von 1200 Thlr. mit dem Bebrüten,
daß die davon gewonnenen Zinsen alljährlich an dort befind-