Full text: Preußisches Landbuch

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Frau Stosch, 
geb. Causse, (t 1809 zu Frankfurt a. O.), Wittwe des Professors 
Dr. Stosch, hinterließ ihr Vermögen fideikommißarisch gewißen 
Zweigen ihrer und ihres verstorbenen Ehemannes Familie zu einer 
milden Stiftung dergestalt, daß von den Zinsen jederzeit sechs Per 
sonen aus beiden Familien, und zwar drei junge Männer sechsjährige 
Stipendia und drei Frauenzimmer lebenslängliche Pensionen erhalten 
sollen. Die Bencficiaten müßen protestantischer Religion sein. Studien 
sollen auf inländischen Universitäten gemacht, andere Beneficien können 
auch im Auslande genoßen werden; etablirt sich jemand, so kann auch 
dazu eine Unterstützung gewährt werden. Im Jahre 1819 betrug das 
Kapital-Vermögen 2000 Thlr, Frd'or und 11,517 Thlr. Ciri.; die 
Höhe jeder Portion etwa 80 Thlr. Das kurmärkische Pupillcn-Kollc- 
gium (jetzt das Kammergericht) führt die Ober-Aufsicht über die Stif- 
tung (Lisca S. 318). 
Frau v. Stoschsche Armen-Stiftung. 
Die Fonds belaufen sich auf 630 Thlr. und die Unterstützungen kommen 
den Armen der Ortschaften Groß-Wiersewitz und Kaltebortschen (Kreis 
Ģuhrau) zu gute. 
Straubing scher Legaten-FondS zu Erfurt. 
Kapital 103 Thlr. Die Zinsen werden zum Besten der gering dotirtcn 
Schulen, namentlich der Sonntags-Schule, der Dom-Knabenschule und 
katholischen Waisenhauses verwendet. 
Strahlsche Stiftung. 
1857 von dem Fabrikbesitzer Rathsherrn Th. Strahl zu Sagan und 
dessen Schwester, der Frau v. Billerbcek geb. Strahl zu Görlitz 
«'it 5000 Thlr. begründet, um damit den wohltätigen Absichten ihres 
Bruders, des t Geh. Koinmerzien-RathS Strahl in Glogau zu ent 
sprechen und ihm in ihrer gemeinsamen Vaterstadt Templin ein bleiben 
des Andenken zu sichern. Es werden aus den Zinsen alljährlich am 
Todestage desselben (24. Januar) au bedürftige und würdige Ein 
wohner von Templin, welche dort geboren sind, oder sich wenigstens 
o Jahre dort aufgehalten haben, — mit vorzugswciser Berücksichtigung 
er der Familie Strahl angchörigen Personen — Unterstützungen à 
0 Thlr. verabreicht. Das Kapital beträgt jetzt 5100 Thlr. — Th. 
^îŗahl überwies ferner zum Gedächtniß an seinen gedachten Bruder, 
St. Annen-Hospital zu Sagan 500 Thlr. mit der Bestimmung, 
daß die Zinsen alljährlich am 24. Januar unter die Hospitaliten ver 
bellt werden sollen. 
St raub esches Stift zu Königsberg, 
«on dem Kaufmann Zacharias Straube gestiftet. Es steht in Ver 
ödung mit dem „Hospital St. Georg" '(s. d.). Die Bencficiaten 
ehalten freie Wohnung und monatlich 2| Thlr. 
Dorothee Sophie Straube, 
Wittwe des (Pfarrers Straube, geb. Siemens zu Königsberg,
	        
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