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Erziehungs-Thätigkeit aufzugeben gezwungen sind. Zur Theilnahme an
der Stiftung sollen berechtigt sein: 1) Alle in Berlin geprüfte Leh
rerinnen, Erzieherinnen und Schul- oder Pensions-Anstalts-Borstehe-
rinncn. 2) Auswärts geprüfte Lehrerinnen, Erzieherinnen und Schul
oder Pensions-Anstalts-Vorsteherinnen, insofern dieselben demnächst ihren
Lehr- und Erziehungs-Beruf hauptsächlich in Berlin ausüben. — Eine
wesentliche Bedingung der Anwartschaft auf ein dercinstiges Benesicium
ist die regelmäßige, bis zum vollendeten 50sten Lebensjahre fortgesetzte
Zahlung eines jährlichen Beitrages von mindestens 2 Thlr. Der
Magistrat zu Berlin ist Patron der Stiftung, welcher letzteren 1863
von der Schul-Vorstehcriu Fräulein Hackenschmidt in Charlotten
burg 1000 Thlr. gcschcukweisc überwiesen wurden.
Studien Fondé der Rentei Geist.
Vom Provinzial-Schul-Kottegium zu Münster verwaltet, hat er eine
jährliche Einnahme von 10,000 Thlr., di: zum Besten der Unterrichts-
Anstalten verwendet wird.
Studien-FondS der Rentei Münster.
Er besteht aus den Einkünften des ehemaligen Benediktiner-Klosters
Ueberwasier zu Münster und der ehemaligen Güter des aufgehobenen
3csuiten-Ordeus im Hochstift Münster. Die Verwaltung hat das
Provinzial-Schul-KoÜegium, und der jährliche Ertrag beläuft sich auf
Etwa 30,000 Thlr. die für Unterrichtszwrcke verwendet werden.
Studien Fonds zu Paderborn.
Er besteht aus den Gütern und Einkünften der vormaligen Padcrborner
ñesuiten-Jnstitute und wird von dem Provinzial-Schnl-Kollcgium in
Münster verwaltet. Die jährliche Einnahme von 11,560 Thlr. wird
für Unterrichtszwccke verwendet.
Stttrmersche Stiftung.
Amtsrats Stürmer (t zu Marieuwerder 1814) vermachte das Dorf
"Dtürmersberg und die Grundzinsen von den vererbpachteten Besitzungen
dieser Torfschaft zum Besten der Stadtschule in Marieuwerder (Gym
nasium) und es sollte alljährlich ein Erinnernngsfeft von den Schülern
stcfciert werden. Die Revenüeu der gedachten Dorfschaft sind dem Gym
nasium überwiesen worden, dessen Lehrer und Schüler das Stürmcrs-
sEst am 9. September begehen.
Joh. Sophie Ştnttberg,
bîcntnerin (f 1857), vernrachte der Düsseldorfer evang. Gemeinde
1500 Thlr. für das Waisenhaus, 600 Thlr. für die Kleinkinderschule,
Armkn-Nähschule und den Verein zur Unterstützung hülfsbedürftiger Armen,
Ņ O Thlr. für das Krankenhaus, ferner für den Rheinischen Haupt-
verein der Gustav-Adolf-Stiftung 300 Thlr. rc.
Frau v. Stutterheim,
ÑEb. Fischer, Generalin (t 1833), vermachte dem Kadettenhause zu
Potsdam zwei Häuser, deren Revenüen, so weit sie reichen, mit je