Full text : Preußisches Landbuch

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sanlkcit  schenkte  (1862)  2500  Thlr.  In  Folge  dieser  und  anderer
Schenkungen  besitzt  die  Anstalt  seit  1862  ein  eigenes  Gebäude.
Taubstnmmen-Anstalt  zu  Berlin.
1788  von  Dr.  Eschkc  als  Privat-Jnstitut  (die  erste  derartige  Anstalt ­
  in  Preußen)  errichtet,  1792  nach  Schönhansen,  1798  wieder  nach
Berlin  verlegt,  in  welchem  Jahre  der  König  die  Gebäude  schenkte,
worin  die  Anstalt  jetzt  ist  (Linienstraße  83—85).  In  derselben  werden ­
  100  bis  120  taubstumme  Kinder  beiderlei  Geschlechts  unterrichtet.
Diese  sind  entweder  a)  Inhaber  König!,  ganzer  Freistellen,  welche  in
der  Anstalt  Wohnung,  Unterricht,  Beköstigung  und  Wäsche  unentgeltlich
erhalten;  oder  b)  Inhaber  König!,  halber  Freistellen,  welche  in  aller
Beziehung  den  König!.  Zöglingen  gleich  gehalten  werden,  für  welche
aber  ein  jährliches  Kostgeld  von  60  Thlr.  zu  zahlen  ist;  oder  e)  Schulgänger, ­
  welche  blos  an  dem  Unterrichte  Theil  nehmen  und  der  Regel
nach  ein  vierteljährliches  Schulgeld  von  5  Thlr.  zu  zahlen  haben;  oder
d)  Pensionaire  der  Anstalt,  welche  für  eine  jährliche  Pension  von  160
Thlr.  Wohnung,  Unterricht,  Beköstigung  und  Wäsche  erhalten.  Die
Anstalt  hatte  1845  ein  Kapital-Vermögen  von  10,450  Thlr.  einschlicßlich
  der  Legate;  unter  den  letzteren  das  gräflich  Truchseßsche
von  4550,  das  Oelrichsschc  von  500,  seit  1814  das  Eckartsche
von  250,  seit  1816  daö  Kraatzschc  von  1050,  das  Rahnsche  und
Obermannsche,  jedes  von  150  Thlr.;  die  Zinsen  des  Rahnschen
Legats  sind  zur  Verkeilung  von  Büchern  an  Zöglinge  der  Anstalt  bestimmt. ­
  Die  Anstalt  steht  unter  Aufsicht  des  Königl.  Schul-Kollcgii
der  Provinz  Brandenburg,  an  welches  die  Gesuche  um  Aufnahme  zu
richten  sind.  Dermaligcr  Direktor  und  erster  Lehrer  Reimer.
Talibstnminen-Anstalt  zu  Braunöberg.
Sie  ist  mit  dem  katholischen  Schullehrer-Seminar  (s.  d.)  verbunden
und  zählt  etwa  13  Zöglinge
Taubstnniinen-Anstält  zu  Breslau,  ktf  arri  :  ui
Ein  ständisches  Institut,  das  im  Jahre  1860  13  ständische  Freistellen
hatte.  Die  Anstalt  hatte  in  diesem  Jahre  (1860)  am  2.  Juli  ihr
40stes  Jahr  zurückgelegt.  Die  Einnahme  betrug  (1860)  zusammen
14,988  Thlr.  Unter  den  zahlreichen  letztwilligen  Zuwendungen,  die
bet  Anstalt  zu  Theil  geworden,  befindet  sich  ein  Bermächtniß  von  von
Meinersdorf  (t  1838)  von  4000  Thlr.,  Grosse  (+  1840)  von
4000  Thlr.,  Wittwe  W  etzig  geb.  Ka  s  chner  (t  1863)  von  100
Thlr.,  Frau  v.  Randow  geb.  v.  Diedi  tsch  (+  1863)  von  200
Thlr.;  endlich  ein  Bermächtniß  des  Kommerzicn-.und  Stadtraths  Gevers
  zu  Görlitz  (t  1849)  von  1000  Thlr.  Die  Zinsen  des  letzter»
sollen  vorzüglich  den  aufzunehmenden  Unglücklichen  aus  Görlitz,  dem-«ächst
  aus  dem  Reg.-Bezirke  Liegnitz  zu  Gute  kommen.  Bgl.  Verein
für  den  Unterricht  und  die  Erzichüug  Taubstummer  zu  Breslau  rc.
Taubstummem  Anstalt  zu  Erfurt,  p  ,  ;v.fj  ;
Ein  Provinzial-Jnstitut,  dcsien  Verwaltung  unter  ständischer  Mitwir-
            
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