tcín zur Unterstützung von Studirenden der Universität bewilligte Fonds
von 600 Thlr. vom 1. Oktober 1860 ab auf 1200 Thlr. jährlich
erhöht und in dieser Hohe dauernd erhalten werden sollte. Die Be
willigung der Unterstützungen an Studirende aus diesem Fonds ist
einer Kommission (Vorsitzender der Ober-Bürgermeister) übertragen. Die
Unterstützungen werden im Mai und November in halbjährigen Raten
von 30 Thlr. verliehen; bei gleicher Würdigkeit und Bedürftigkeit
haben diejenigen Studirenden den Vorzug, die in Berlin ortsangehörig
sind. Den Studirenden, welche eine Unterstützung aus diesem Fonds
erhalten haben, kann dieselbe auch ferner bis zur Vollendung des
Triennii und bei den Medizinern des Quadrienni! academic! be
willigt werden, wenn sie vor der Wiederbewilligung für das folgende
Semester ein neues Deeanats-Zeugniß über ihre Studien dem Rektor
der Universität vorlegen. Das Statut der Stiftung ist auf Grund
Allerhöchster Ordre vom 10. April 1861 von dem Kultus - Minister
unter dem 29. April 1861 bestätigt.
Unterstützungs-Institut für neugeborne Kinder zu Breslau,
1812 von dem Ober-Einnehmer Kahl und den Kaufleuten Nitschkc
und Klein gegründet und fundirt.
Unterstützungs-Kasse der Berliner Kaufmannschaft.
Die Beiträge der Korporations-Mitglieder zur Unterstützungs-Kaste be
trugen im Jahre 1863 3025 Thlr.,' die Einnahmen der Unterstützungs
Kasse überhaupt 3291 Thlr., die Ausgaben 3066 Thlr., davon 2493
Thlr. laufende Unterstützungeu, 363 Thlr. Extra-Unterstützungen; au
Holz-Unterstützungen wurden 110 Thlr. verausgabt. Der Bestand der
Kasse war ult. Dezember 6712 Thlr. S. Friedrich-Wilhelm-Viktoria-
Stiftuug der Kaufmannschaft, Verein junger Kaufleute, Scheel re.
Unterstützungs-Kasse der Köuigl. Porzellan-Manufaktur.
Sie ist 1789 von dem Geh. Finanzrath Rosenstiel begründet und
giebt Unterstützungen an erkrankende und Pensionen an arbeitsunfähige
Arbeiter; auch die Wittwen werden unterstützt und für Kinder nöthigen-
falls Erziehungsgelder verabreicht. Die Kasse erhält ihre Mittel aus
Beiträgen der Arbeiter, dem Einschreibegelde der Lehrlinge, der Hälfte
des ersten Monats-Verdienstes, wenn sie ausgelernt haben und anderen
kleineren Einnahmen. Im Jahre 1863, bei der Feier des Tages, an
welchem 100 Jahre früher die Manufaktur in den Besitz Königs
Friedrich 11. überging, überwies König Wilhelm 1. der Anstalt 1000
Thlr. mit der Bestimmung, daß aus den Zinsen würdigen und bedürf
tigen Arbeiter-Invaliden Beihülfen zu Theil werden sollten.
Unterstützungs-Kasse für die Elementar-Lehrer der öffentlichen Schulen der
Oberbürgermeisterei Barmen.
Das Maximum der Unterstützung eines emeritirten Lehrers ist auf
150 Thlr. jährlich festgesetzt; ein zeitweilig arbeitsunfähig gewordener
Lehrer, der einen Substituten halten muß, bezieht die Hälfte des jedes'
maligen Uuterstützungs-Antheils eines Emeriten. Die Einkünfte der