Full text : Preußisches Landbuch

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v.  Sinz  endors  und  v.  Schaffgotsch  ein  Kloster  errichteten.  S.
v.  Kranichstedt.
v.  Usedom  scher  Stipendien-Fonds.
Landrath  Eccard  v.  Usedom  legirte  (1644)  3000  fl.  zu  drei  Stipendien ­
  für  Verwandte  und  für  junge  Leute  aus  den  Familien  Bohlen, ­
  Norrmann,  v.  Kahlden,  Gagern  rc.  event,  für  adelige
und  bürgerliche  Jünglinge  aus  Rügen.  Im  Jahre  1838  betrug  der
Fonds  (Koch  II.  275.)  2075  Thlr.  ;  von  den  Zinsen  kamen  89^  Thlr.
au  drei  Stipendiaten.

Valepagesche  Armen-Stiftung.
Kaufmann  und  Gutsbesitzer  Valepage  (t  1845)  vermachte  31,675
Thlr.  für  leidende  Arme  beiderlei  Geschlechts  katholischer  Koufession
aus  dem  Pfarrbczirke  Delbrück  (Paderborn).  Die  Stiftung  soll  von
dem  Guts-Nachfolger  unter  Zuziehung  zweier  Geistlichen  verwaltet  werden ­
  und  unter  Oberaufsicht  der  bischöflichen  Behörde  stehen,  welcher
auch  die  Einrichtung  der  Anstalt  überlassen  blieb.  Die  Stiftung  besteht ­
  in  einem  ansehnlichen  Hause  für  arme  kranke  und  hülflose  Alte.
Vatersche  Stiftung,
bei  der  Universität  Halle-Wittenberg,  von  der  Wittwe  des  Professors
Dr.  Vater,  geb.  Marperger  für  einen  Mediciner  aus  der  Familie
des  Dr.  med.  Abraham  Vater,  event,  für  einen  andern  bedürftigen
und  geschickten  Stud,  med.,  mit  1000  Thlr.  fundirt.  Der  Fonds  hat
sich  im  Laufe  der  Zeit  vermehrt  (Koch  I.  447).  Vgl.  M  arperg  er.
Vehrkamp,
Diakonus  zu  Horst  (Recklinghausen)  widmete  einen  Theil  seines  Vermögens ­
  im  Betrage  von  4000  fl.  und  14,233  Thlr.  Prenß.  Kourant
an  Kapitalien  zur  Verbesieruug  der  Elementar-Schullehrcr-Gehälter.
Die  Revenüen  werden  alljährlich  unter  die  Lehrer  in  Raten  vertheilt.
VeidtscheS  Bermächtniß.
Heinrich  Karl  Veidt,  Hafenbau-Inspektor  zu  Memel  (f  1844)  setzte
den  Magistrat  daselbst  zum  Universal-Erben  seines  Vermögens  (30,000
Thlr.)  ein,  mit  der  Bestimmung,  daß  die  Zinsen  der  Bcrlasscnschaft
(nach  vorgängiger  Berichtigung  von  700  Thlr.  jährlicher  Unterstützungen,
welche  er  einzelnen  Personen  für  ihre  Lebenszeit  ausgesetzt)  für  notorisch ­
  dürftige,  insbesondere  alte,  kranke  oder  gebrechliche  nicht  nicht
arbeitsfähige  Arme  und  nothleidende  Wittwen  und  Waisen,  denen  cs
an  Brot,  Kleidung  und  Obdach  fehlt,  im  Bereiche  der  Stadt  Memel,
des  Kämmereidorfes  Sandwehr  und  der  beiden  Witten  verwendet  werden ­
  sollen.  Die  Vertheiluug  der  Zinsen  hat  in  der  Art  zu  geschehe",
daß  î  den  bezeichneten  Armen  der  Stadt  Memel,  {  den  beiden  Witten, ­
  j  den  Armen  des  Dorfes  Sandwehr  zu  Theil  wird.
Ephraim  Beitel,
Hof-Juwelier  zu  Berlin  (t  1803)  vermachte  ein  Kapital  von  33,333x
            
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