Full text: Preußisches Landbuch

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von 40 Jahren noch nicht überschritten hat, kann als Mitglied aufge 
nommen werden. — Eintrittsgeld 3 Thlr., jährlicher Beitrag 4 Thlr. 
Von 1848 ab zahlte der Verein die ersten Unterstützungen, im Jahre 
1858 hatte er 80 Mitglieder und ein Vermögen von 24,000 Thlr., 
von welchem letzteren 16,000 Thlr. unantastbar sein und 8000 Thlr. 
zur Verausgabung liquide sein sollten. Der Verein unterstütz: auch 
Nichtmitglieder und deren Hinterbliebene. Prof. Rauch (t 1858) 
wendete ihm ein Vermächtniß zu, Maler Pistorius (+ 1863) legirte 
ihm 1000, Prof. Kiß (-s 1864) und seine Gattin 3000 Thlr. Di 
rektoren Ed. Da ege, Ed. Eich ens, A. Ewald. 
Verein der Kunstfreunde im Preuß. Staate. 
Der Zweck dieses in Berlin seit 1825 bestehenden Vereins ist die Be 
förderung der Kunst und die Verbreitung des Antheils an derselben. 
Er sucht' diesen Zweck durch Beförderung der öffentlichen Ausstellung 
von Kunstwerken und durch Bestellung oder den Ankauf von Kunstwer 
ken zu erreichen, beschränkt aber seine Thätigkeit auf die Beschäftigung 
vaterländischer Künstler. Die in sein Eigenthum übergehenden Kunst 
werke verloost er unter seine Mitglieder. Das Lokal des Vereins ist 
Unter den Linden 21. Vorstand (1864) Geh. Reg.-Rath Schweder. 
Der Verein hat aus der v. S e yd litzscheu Stiftung ein Legat von 
jährlich 69 Thlr. zu Prämien. Vgl. Preußischer Kunst-Verein. 
Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen zu Berlin, 
1844 gegründet. König Friedrich Wilhelm IV. schenkte für die Zwecke 
desselben'15,000 und 500 Thlr., die das Grundvermögen des Vereins 
bilden. Vorsitzender Präsident Lette. 
Verein für die Geschichte Berlins. 
Im Jahre 1865 begründet, hat er zum Zweck: die Belebung des vater- 
städtischen historischen Sinnes; die Erforschung und Bearbeitung der 
früheren Verhältnisse der Stadt Berlin in allen ihren Beziehungen bis 
zur Gegenwart; die Erhaltung, Würdigung und Sammlung tur Denk 
mäler der altberlinischen Vorzeit; die Anlage einer Sammlung altber 
linischer Reliquien als Anfang eines in dem neuen Rathhause anzu 
legenden Museum Berolinense ; die Veranstaltung öffentlicher Vorträge 
über Berlinische Geschichte. Die Aufnahme der Mitglieder ist dem 
Vereinsvorstande (Seydcl, Krausnick rc.) übertragen. Jedoch ist 
derselbe verpflichtet, die Namen der Aufzunehmenden vier Wochen vor 
der Beschlußfaffung in einer ordentlichen Vereinssitzung zur Kenntniß 
der Mitglieder des Vereins zu bringen. Ehrenmitglieder können auf 
den Vorschlag des Vercinsvorstandcs durch den Verein selbst ernannt 
werden. Jahresbeitrag 4 Thlr. 
Verein für die Goßnerschen Kleinkinder-Bewahranstalten zu Berlin, 
s. Kleinkinder-Bewahranstalteu. Wittwe Schauer geb. Lo dz in ski 
vermachte (1864) dem Verein ein Legat von 500 Thlr. 
Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 
Er ist 1837 mit Korporations-Rechten bestätigt und bezweckt die Er-
	        
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