Depositum der Nettesten der Kaufmannschaft niedergelegt ist; diese füh
ren auch die Oberaufsicht über die Verwaltung. Für Unterstützungs-
zwccke an Mitglieder wurden im Jahre 1863 926 Thlr., an Nicht-
Mitglieder 265 Thlr. verausgabt. Für 52 Vorlesungen wurden 878
Thlr., für die Bibliothek 114 Thlr. verwendet. Durch das Konnt«
des Vereins für Stellen-Vermittelung wurden von 139 eingetragenen
stellenlosen Mitgliedern 39 und von 117 Nicht-Mitgliedern 7, im Gan
zen 46 placirt. Vgl. Viktoria- und Friedrich-Wilhelms-Stiftung.
Verein zur Beförderung der Kleinkinder-Bewahr-Anstalten in Berlin.
Er hat den Zweck, die Errichtung von Anstalten zur Ausnahme kleiner
Kinder, welche noch nicht das schulpflichtige Alter erreicht haben, sowohl
in der Residenz als außerhalb derselben zu befördern, und auf diesem
Wege für eine christliche Erziehung der Jugend aus den ärmeren Stän
den nach dem Umfange seiner äußern Mittel mitzuwirken. Dieser Auf
gabe hat er dadurch zu entsprechen gesucht, daß er 12 Anstalten neu
gegründet und 5 schon bestehende Anstalten übernommen hat. Nach
dem Statut vom 29. December 1842 steht der Verein, welcher Kor
porations-Rechte erhalten hat, unter Aufsicht des Provinzial-Schul-
Kollegii. Seine Fonds bilden sich aus milden Beiträgen, Vermächt
nissen und Geschenken; wer ein für allemal 10 Thlr. oder einen fort
laufenden monatlichen Beitrag zahlt, ist Mitglied des Vereins. An
Beiträgen kommen jährlich 4700 Thlr. ein. Einnahme und Ausgabe
betragen im Ganzen etwa 8000 Thlr. jährlich; angesammelt ist ein
Vermögen von etwas über 4000 Thlr. Jede Anstalt hat männliche
und weibliche Erzieher, für welche ein Pensions-Fonds (s. d. a.) be
gründet ist. Protekterin des Vereins ist die Königin Elisabeth, Vor
sitzender W e st p h a l. Vgl. Kleinkindcr-Bcwahranstaltcn, Central-Fonds,
Pensions- und Jnvaliden-FondS rc.
Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den Preußischen Staaten.
Der Verein besteht seit 1822 und verdankt sein Entstehen hauptsächlich
den Bemühungen des Geh. Ober-Finanzrath Ludolfs und des Mi
nisters v. Al ten stein. Nach den revidirtcn Statuten von 1857 soll er den
Gärtnern und Liebhabern durch Belehrung nützlich zu werden suchen,
auch Behörden und Individuen, welche sein Urtheil oder seinen Rath
wünschen, solchen ertheilen, desgleichen sich angelegen sein lasten: neue
fremde Getreide-Arten, Futter- und Handelskräuter zu vervielfältigen,
um solche den Landwirthen zu weiteren Versuchen darzureichen; endlich
soll derselbe Gegenstände zur Preisbewerbung bringen und durch Be
kanntmachung von Schriften diese Zwecke zu erreichen sich bestreben.
Im Jahre 1844 hatte er ein Vermögen von 4150 Thlr. Der Ver
ein besteht aus anwesenden und auswärtigen wirklichen, desgleichen aus
korrespondirendcn Mitgliedern im Auslande, sodann aus Ehren-Mit-
gliedern. Durch jährliche Wahl aus den in Berlin, Charlottenburg
und Potsdam wirklich anwesenden Mitgliedern bildet derselbe Ausschüße
u)'für Obst, Gemüse, Handels- und Nutzpflanzen, b) für die Erziehung
der Blumen und Ziergewächse und Treibereien, c) für die bildende