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der evang. Armen-Schule, theilweise auch außerhalb untergebracht sind.
Zu den neuesten Vermächtnissen gehören die von Farina, der verw.
Ober-Postdirektor Rehfcldl zu Düsseldorf (5000 Thlr.), Banquier
H. Stein (1500 Thlr.) rc.
Versorgungshaus zu Neuwied,
für Hülflose, arme Altersschwache, verwaiscte Kinder rc. Verbunden
damit ist ein älteres Hospital und eine Pflege-Anstalt für fremde er
krankte Gesellen.
Versorgungskaffe für die Arbeiter der Steingut-Fabrik zu Wallersangeu.
Das Vermögen derselben von 3550 Thlr. wurde 1861 durch eine von
dem Mitbesitzer der Fabrik, v. Galhau gemachte Schenkung von 3000
Thlr. vermehrt. Die Kasse gewährt Unterstützungen an kranke Ar
beiter, wie auch an Wittwen und Kinder. Pensionen werden erst
gezahlt, wenn das Kapital-Vermögen den Betrag von 9000 Thlr. er
reicht hat. — Die Versorgungskaffe für die Tagelöhner der Steingut-
Fabrik hatte 1860 ein Vermögen von 2650 Thlr.
Veteranen-Stiftuug zu Brieg,
von der Stadt Brieg bei Gelegenheit der silbernen Hochzeit Königs
Wilhelm mit 300 Thlr. begründet.
Veteranen-Unterstützungs-Fonds,
s. Jnvaliden-Pensions-Fonds rc.
Beteranen-Unterstlitzungs-Fonds des Kreises Lnblinitz.
Die Kreis-Stände wenden den Veteranen jährlich durchschnittlich 200
Thlr. zu, die an 50 Krieger vertheilt werden. Außer dieser extra
ordinaire» Unterstützung beziehen 8 Veteranen fixirte Unterstützungen
à 6 Thlr. aus der Kreis-Kommuüalkafse; 13 beziehen aus Staats-
Fonds je 12 Thlr.
Veteraneu-Unterstützungö-Verein zu Königsberg.
Er unterstützt die in der Stadt vorhandenen hülfsbedürftigcn Krieger
der Jahre 18ş°> und erhält sich.durch dsi Beiträge seiner Mitglieder.
Die gezahlten Unterstützungen betrugen 13^—27 Thlr. pro anno für den
einzelnen Veteran und cs wurden verabreicht 1859 an 120 Personen
14551, i860 an 103 12961, 1801 an 87 1152 Thlr. Am Ende
des letztem Jahres verblieb ein Bestand von 500 Thlr.
Beterauen-Wittwenhaus zu Zinna.
1853 entstanden. Dasselbe soll bedürftigen Wittwen und bejahrten
ledigen Töchtern würdiger Baterlands-Verthcidigcr, zunächst derer, die
in den Jahren 18 ¡-^ und von diesen vorzugsweise die in den Schlach
ten von Groß-Bceren und Dennewitz Mitkämpfer waren, ein Asyl ge
währen für die Tage des Alters. Der militairische Grad des t Gat
ten oder Vaters macht in Bezug auf die Berechtigung zur Aufnahme
keinen Unterschied. Das Statut ist unterm 12. Mai 1854 bestätigt
und es sind der Stiftung durch Kabincts-Ordrc vom 29. Januar 1859
die Rechte milder Stiftungen beigelegt worden. Vermögen 6800 Thlr-