Full text: Preußisches Landbuch

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der Theologie zu Erfurt verliehen. Die Kollatur steht der Verwal 
tung der dortigen ev. milden Stiftungen zu. 
BischoffscheS Legat. 
Die Wittwe des Kaufmanns Bischofs, Johanne Eleonore geb. Har 
rer (t 1837) zu kanban setzte letztwillig 4000 Thlr. aus, deren Zin 
sen sie theils zur Begründung von Freistellen in der dortigen ev. Ele 
mentar-Schule, theils zur Unterstützung für vaterlose arme Bürger- 
Söhne, theils endlich zur Verkeilung an hülfsbedürftige, vorzüglich an 
verschämte Haus-Arme bestimmte. Die Verwaltung dieser Stiftung 
steht dem Magistrat zu. 
v. Biömarcksches Hospital Lt. Gertraud zu Stendal. 
Im 13. Jahrhundert begründet, bezweckt cs Aufnahme und Unterstützung 
unvcrheiratheter bedürftiger Personen weiblichen Geschlechts. Es ent 
hält 5 Stellen mit Wohnung, Garten und 55 Thlr., 5 Stellen ohne 
Wohnung und Garten mit 60 Thlr. Vermögen 27,000 Thlr. 
Friedr. Wilh. Bis mark, 
pensionirter Land- und Stadtgerichts-Direktor (t 1856) setzte für die 
Armen zu Nordhausen ein Kapital von 2000 Thlr. mit der Bestim 
mung aus, daß die Zinsen in halbjährlichen Raten an zehn der be 
dürftigsten und würdigsten Armen vertheilt, das Kapital selbst aber, 
unter Verwaltung des Magistrats, als eiserner Stamm erhalten werde. 
Ludwig Bittner, 
Bäckermeister zu Glatz (t 1843) vermachte a) der Stadt-Armenkaffe 
2000 Thlr., wovon die Zinsen an zehn arme Wittwen vertheilt werden 
sollen; b) der katholischen Elementar-Schule 1600 Thlr., deren Zinsen 
zur Bekleidung von 12 armen Schülern verwendet werden sollen; 
c) für die Zwecke des Waisenhauses 1000 Thlr. 
David Bläsing, 
Profcffor der Mathematik zu Königsberg widmete am 3. Mai 1716 
zu einem Stipendium 1000 Thlr. mit der Bestimmung, daß von den 
Zinsen einem Studirenden der Mathematik 30 Thlr. jährlich auf vier 
Jahre, 6 Thlr. 60 Gr. dem Rektor gereicht und der Ueberschuß zu 
einem neuen Stipendium gesammelt werden sollte. Das Kapital belief 
sich 1838 (Koch II. 556.) auf 1078} Thlr. ; aus den gesammelten 
Ueberschüffen war ein Fonds von 485 Thlr. zu einem zweiten Stipen 
dium vorhanden. 
Blancksche Konfirmanden-Stiftung. 
Freunde und Verehrer des im Jahre 1853 im besten Mannesalter ver 
storbenen Archidiakonus Blanck zu Berlin veranstalteten, um dessen 
Andenken zu bewahren, eine Sammlung und begründeten aus dem Er 
trage derselben, welcher sich auf 750 Thlr. belief, eine „Stiftung zum 
Andenken des Archidiakonus Blanck für arme Konfirmanden der St. 
Petri-Gemeinde". Das Stiftungs-Kapital wird von der St. Petri- 
Kirchen-Kaffe verwaltet. Die aufkommenden Zinsen werden halbjährlich
	        
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