Full text : Preußisches Landbuch

gcqen  Ostern  und  Michaelis  an  arme  Konfirmanden  behufs  deren  Beklerdung
  vertherlt  und  zwar  durch  ben  jedesmaligen  Archidiakonus  resp.
zweiten  Diakonus  der  St.  Petri-Kirche.

Blancksche  Stiftung  zu  Kolberg.

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Gerichts  zu  M.-Friedland  aufbewahrt  und  die  Zinsen  davon  an  die
vorerwähnten  Armen  vertheilt,  auch  resp.  zu  andern,  das  allgemeine
Beste  befördernden  Zwecken  verwendet  werden.

Blanthus-Hospital.
Ein  seit  1580  zu  Trier  bestehendes  bischöfliches,  jetzt  mit  dem  dortigen
Rnaben-Seminar  (s.  d.)  verbundenes  Seminar  zum  heiligen  Banthus,
auch  Banthus-Spitälchen  oder  Chorales-Spitälchen  genannt.  Sechs
Benesiciaten  haben  Wohnung,  Kost,  Unterricht  rc.,  außerdem  aber  Stunden
m  Gesang  und  Musik,  wogegen  sie  verpflichtet  sind,  an  Sonn-  und
Festtagen  sich  am  Chorgesange  bei  der  Kathedral-Kirche  zu  betheiligen.
Blcchsche  Stiftung  zu  Danzig.
Die  im  Jahre  1858  verstorbene  Prediger-Wittwe  Blech  geb.  Heuochs ­
  dors  widmete  ein  Kapital  von  4000  Thlr.  zur  Gründung  einer
Stiftung  für  hülfsbedürftige  evangelisch-lutherische  Frauen  und  Jungfrauen ­
  und  zur  Unterhaltung  eines  Erbbegräbniffes.  Die  Verwaltung
wird  unter  Ober-Aufsicht  der  städtischen  Armen-Direktion  von  zwei
Berwaltern,  deren  einer  der  jedesmalige  Pastor  der  St.  Katharinenurche
  sein  soll,  geführt;  von  den  Zinsen  des  Stiftungs-Vermögens
sollen  12  Wittwen  und  Jungfrauen,  letztere  über  45  Jahr  alt,  sämmtlich
  evang.-lutherischer  Konfession,  jede  eine  halbjährliche  Unterstützung
von  a  Thlr.,  die  beiden  Verwalter  aber  ein  jährliches  Honorar  von  je
15  Thlr.  empfangen.  Die  Stiftung  hat  unter  dem  6.  Juni  1859  die
landesherrliche  Genehmigung  erhalten.

Blechensche  Stiftung.
Die  Professor-Wittwe  Blechen  geb.  Boldt  überwies  im  Jahre  1852
durch  letztwillige  Verfügung  dem  Senate  der  Akademie  der  Künste  eine
Anzahl  von  Oel-Gemälden,  Oel-Skizzen,  Sepia-Zeichnungen  re.  aus
dem  Nachlaß  und  von  der  Hand  ihres  vorangegangenen  Ehegatten,  des
Landschafts-Malers  Profesior  Karl  Blechen,  mit  dem  Aufträge,  dieselben ­
  zu  verkaufen  und  aus  dem  Erlöse,  nach  dem  Wunsche  des  Verewigten, ­
  ein  Reise-Stipendium  zu  bilden  für  einen  unbemittelten  jungen
            
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