Full text : Preußisches Landbuch

68

der  Theologie  zu  Erfurt  verliehen.  Die  Kollatur  steht  der  Verwaltung ­
  der  dortigen  ev.  milden  Stiftungen  zu.
BischoffscheS  Legat.
Die  Wittwe  des  Kaufmanns  Bischofs,  Johanne  Eleonore  geb.  Harrer ­
  (t  1837)  zu  kanban  setzte  letztwillig  4000  Thlr.  aus,  deren  Zinsen ­
  sie  theils  zur  Begründung  von  Freistellen  in  der  dortigen  ev.  Elementar-Schule, ­
  theils  zur  Unterstützung  für  vaterlose  arme  Bürger-Söhne,
  theils  endlich  zur  Verkeilung  an  hülfsbedürftige,  vorzüglich  an
verschämte  Haus-Arme  bestimmte.  Die  Verwaltung  dieser  Stiftung
steht  dem  Magistrat  zu.
v.  Biömarcksches  Hospital  Lt.  Gertraud  zu  Stendal.
Im  13.  Jahrhundert  begründet,  bezweckt  cs  Aufnahme  und  Unterstützung
unvcrheiratheter  bedürftiger  Personen  weiblichen  Geschlechts.  Es  enthält ­
  5  Stellen  mit  Wohnung,  Garten  und  55  Thlr.,  5  Stellen  ohne
Wohnung  und  Garten  mit  60  Thlr.  Vermögen  27,000  Thlr.
Friedr.  Wilh.  Bis  mark,
pensionirter  Land-  und  Stadtgerichts-Direktor  (t  1856)  setzte  für  die
Armen  zu  Nordhausen  ein  Kapital  von  2000  Thlr.  mit  der  Bestimmung ­
  aus,  daß  die  Zinsen  in  halbjährlichen  Raten  an  zehn  der  bedürftigsten ­
  und  würdigsten  Armen  vertheilt,  das  Kapital  selbst  aber,
unter  Verwaltung  des  Magistrats,  als  eiserner  Stamm  erhalten  werde.
Ludwig  Bittner,
Bäckermeister  zu  Glatz  (t  1843)  vermachte  a)  der  Stadt-Armenkaffe
2000  Thlr.,  wovon  die  Zinsen  an  zehn  arme  Wittwen  vertheilt  werden
sollen;  b)  der  katholischen  Elementar-Schule  1600  Thlr.,  deren  Zinsen
zur  Bekleidung  von  12  armen  Schülern  verwendet  werden  sollen;
c)  für  die  Zwecke  des  Waisenhauses  1000  Thlr.
David  Bläsing,
Profcffor  der  Mathematik  zu  Königsberg  widmete  am  3.  Mai  1716
zu  einem  Stipendium  1000  Thlr.  mit  der  Bestimmung,  daß  von  den
Zinsen  einem  Studirenden  der  Mathematik  30  Thlr.  jährlich  auf  vier
Jahre,  6  Thlr.  60  Gr.  dem  Rektor  gereicht  und  der  Ueberschuß  zu
einem  neuen  Stipendium  gesammelt  werden  sollte.  Das  Kapital  belief
sich  1838  (Koch  II.  556.)  auf  1078}  Thlr.  ;  aus  den  gesammelten
Ueberschüffen  war  ein  Fonds  von  485  Thlr.  zu  einem  zweiten  Stipendium ­
  vorhanden.
Blancksche  Konfirmanden-Stiftung.
Freunde  und  Verehrer  des  im  Jahre  1853  im  besten  Mannesalter  verstorbenen ­
  Archidiakonus  Blanck  zu  Berlin  veranstalteten,  um  dessen
Andenken  zu  bewahren,  eine  Sammlung  und  begründeten  aus  dem  Ertrage ­
  derselben,  welcher  sich  auf  750  Thlr.  belief,  eine  „Stiftung  zum
Andenken  des  Archidiakonus  Blanck  für  arme  Konfirmanden  der  St.
Petri-Gemeinde".  Das  Stiftungs-Kapital  wird  von  der  St.  Petri-Kirchen-Kaffe
  verwaltet.  Die  aufkommenden  Zinsen  werden  halbjährlich
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.