Full text : Preußisches Landbuch

I

IV

cinzelte  Gute  aufsucht  und  zum  Ganzen  in  Beziehung  bringt.  Indem
ein  dahin  zielendes  Werk  die  Bestrebungen  sammelt  und  zusammenfaßt,
welche  auf  Kultur-  und  Wohlthätigkeits-Zwecke  gerichtet  sind,  mithin
ganz  speciell  das  materielle  und  sittliche  Wohl  hier  der  Gesammtheit, ­
  dort  eines  mehr  oder  weniger  großen  Bruchtheils  derselben  zum
Gegenstände  haben,  wird  es  für  die  Gesammtheit  thatsächlich  ein  Landbuch,
  für  die  Familien  und  die  Einzelnen,  die  als  Schöpfer  des  Guten
zu  betrachten  und  zum  Theil  vielleicht  längst  dahin  gegangen  sind,  ein
Gedenkbuch,  wie  die  Pietät  es  ihnen  schuldig  ist,  für  diejenigen,  die
nach  allen  Richtungen  hin  auf  die  fremde  Unterstützung  angewiesen  sind,
ein  Noth-  und  Hülfsbuch,  für  die  lebenden  Bemittelten  aber  eine
Anregung,  ihren  Namen  in  gleicher  Weise  auf  die  Nachwelt  zu  bringen.
Der  Herausgeber  hat  gegeben,  was  er  selbst  hatte  und  was  ihm
aus  geschriebenen  und  gedruckten  Quellen  zur  Verfügung  stand.  Er
beschränkte  sich  dabei  für  jetzt,  um  eine  zu  große  Ausdehnung  des  Werkes ­
  zu  vermeiden,  wesentlich  auf  das  Nothwendige,  namentlich  auf  bloße
Notizen  über  Dasein  und  Zweck  einzelner  Stiftungen:  ausgedehntere
Mittheilungen  müßen  vorbehalten  bleiben  und  der  Herausgeber  wird
authentische  Beiträge,  die  ihm  in  Bezug  hierauf  zugehen,  gern  entgegen
nehmen  und  benutzen.
Berlin,  im  Februar  1866.

Der  Herausgeber.
            
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