Full text: Preußisches Landbuch

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und wird unter Aufsicht der Regierung zu Köslin von dem jedesmaligen 
Pfarrer in Neuendorf (Kreis Lauenburg) als Kurator verwaltet. 
Joh. Gottfr. Boltze, 
Kommerzienrath zu Salzmünde im Mansfelder See-Kreise begründete 
durch Stiftungs-Urkunde vom 9. September 1858 eine Stiftung, be 
stehend in einer Elementarschule nebst Betsaal und einer Kleinkinder- 
Bewahranstalt, in einem Armen-, in einem Krankenhause und in einem 
neuen Gottesacker rc. 
Vater v. BombelleSscheö Armen- und Krankenhaus zn Oppersdorf. 
Der kathol. Pfarrer Kaspar Bönisch, Begründer mehrer milden Stif 
tungen, errichtete eine solche noch bei Lebzeiten für die Armen und 
Kranken des Oppcrsdorfer Kirchsprengels, indem er derselben „in dank 
barer Erinnerung an seinen Amtsvorfahren und Wohlthäter/' den als 
Bischof zu Amiens t Grafen v. Bombelles, den Namen „Bater 
v. Bomb cllessches Armen-und Krankenhaus" beilegte. Er überwies 
der Anstalt mehrere Grundstücke und fügte mehrere Kapitalien im Ge- 
sammtbetragc von 3741^ Thlr. (wozu die drei Grafen v. Bombel 
les, Söhne des t Bischofs, 300 Thlr. in Pfandbriefen beigetragen 
hatten) bei. Nach der Bestimmung des Stifters sollen in die Anstalt 
zunächst bedürftige Personen aus seiner Verwandtschaft und in deren 
Ermangelung aus Oppersdorf und Ritterswalde (Neisse) aufgenommen, 
und danlit zugleich eine Aufbewahrungs-Anstalt für kleine Kinder unter 
7 Jahren verbunden werden. Die Stiftung erhielt die Königl. Geneh 
migung unter dem 1. Juni 1839. 
v Bomsdorffsches Vermächtnis;, 
von Frau v. Bomsdorff geb. v. Zehmann-Braun herrührend. 
Die Zinsen von 200 Thlr. werden au die Armen zu Klein-Rädlitz 
(Kreis Steinau) vertheilt. 
Bongardsches Bermächtniß, 
von den am 20. Dezbr. 1857 in Düsseldorf + Geh. Sanitäts- und 
Hofrath vr. Bongard herrührend. Es beträgt 5000 Thlr. und sollen 
die Zinsen nach Abzug der auf die Erhaltung der Grabstätten des 
Testators und seiner Familie auf dem Erkrather Friedhöfe zu verwen 
denden Kosten in die Armenkaste der bürgerlichen Gemeinde stießen. 
BonifaciuS-Berein. 
Auf der General-Versammlung der kathol. Vereine Deutschlands zu 
Regensburg im Oktober 1849 wurde beschloßen, einen Verein zu bil 
den, welcher analog dem evangelischen Gustav-Adolph-Verein (s. d.) auf 
seinem Gebiete den verlassenen katholischen Glaubensbrüdern in ver 
schiedenen Gegenden Deutschlands die Mittel zur Seelsorge beschaffen 
sollte. Dieser Verein wurde unter den Schutz des heil. Bonifacius, 
des Apostels der Deutschen, gestellt, Präsident desselben ist seit 1859 
der Bischof von Paderborn, in besten Diöcese derselbe entstanden ist, 
erster Vorsitzender war der Graf Joseph zu Stolberg. Im Jahre 1858 
belief sich die Einnahme des Vereins auf 80,200 Thlr., wovon 9968
	        
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