Full text : Die Zucker-Industrie auf Cuba

Macht  ausgerüstet.  Militärisch  ist  die  Insel  in  zu,ei  Departements  eingetheilt: ­
  in  daS  von  Havana  für  den  Westen,  und  in  das  »an  San  lano
be  Cuba  für  ben  Osten.
2Uë  volkstümliche  Bezeichnungen  haben  sich  trotz  ber  neuen  Eintheilung
  erhalten  die  Namen:  vuelta  abajo  für  den  Theil  westlich  von
Havana,  einschließlich  dieser  Stabt;  vuelta  arriba  für  den  südwestlichen
^rhul  einschließlich  der  Stabt  Cieufuegos;  las  cinco  villas  für  den  mittleren
-theil  mit  der  Ltadt  San  Espirita;  die  tierra  adentro  für  beit  östlichen
^Me  bekannten  Mängel  ber  spanischen  Regierungsweise,  welche  seit
uicleii  SaWitten  td)üii  bog  MMMmtb  ^  girier  Qc^öbtqt  #,  „m4eit
sich  in  Cuba  nicht  minder  fühlbar.  Diese  Insel  ebenso  wie  bie  anderen
Wni#!  (Monten  #ten  ^eiö  olg  bog  mtei,  beut  WntWmtbe  mübeiog
Şchàtze  zuzuführen,  und  als  bog  Feld,  auf  beut  seine  Söhne  sich  ans  jede
beliebige  Weise  bereichern  könnten  und  bürsten.  Die  Zahl  ber  spanischen
Beamten  belief  sich  ins  ungeheure:  sie  wirb  gelegentlich  ans  viele  Tausenbe
beziffert.  Das;  sich  Mißbrauche  aller  Art  einschlichen  ist  danach  begreiflich;
aber  sie  wurden  auch  geduldet,  so  offenkundig  sie  auch  vor  Aller  Augen
lagen.  Den  besten  Beweis  dafür  liefert  ein  in  jüngster  Zeit  stattgehabter
Vorfall,  als  in  öffentlicher  Sitzung  des  gesetzgebenden  Körpers  zit  Madrid  ein
actiüer  General  beut  Colonialminister  gegenüber  behauptete,  wie  dreist  ans
6itbo  bie  Verwaltung  sich  Vortheile  zu  verschaffen  verstände.  Für  Niemanden
war  das  eine  Neuigkeit.  Von  jeher  betrachtete  man  bie  Colonien,  und
bis  in  die  neueste  Zeit  auch  Cuba,  als  ein  bequemes  Mittel,  um  heruutergekommeneit
  Hidalgo's  wieder  zu  Vermögen  zu  verhelfen.  Das  General-Capitanat
  selbst  war  nur  zu  häufig  die  Belohnung  für  geleistete  politische
Dienste  mit  der  stillschweigenden  Erlaubniß  sich  zu  bereichern.  Die  besten
Aemter  wurden  an  begünstigte  Personen  vergeben,  oft  genug  an  Leute,  die
man  sogar  im  Mutterlande  zu  verwenden  Anstand  nahm.  Die  Wohlfahrt
beg  ßmtbeg  blieb  oufjcr  Wm#  fin  .001^1  mtb  Gd;##  ##  ni#,;
ber  moeDou  mtr  oufg  ôuļjerfic  061110410^14.  (g^iuerc  ^obeit  brüdteii
ont  jede  Thätigkeit,  auf  jedes  Gewerbe,  hohe  Ein-  und  Ausfuhrzölle
hemmten  die  Entwickelung  von  Handel  und  Industrie.
SM  einem  Bert#  uom  S^re  188o\ob  eg  bnmolg  itodj  nur
Kilometer  d.  h.  kaum  40  deutsche  Meilen  Staatsstraßen  auf  der  Insel.
Postverbindungen  bestanden  nur  fünf,  und  auch  diese  nur  auf  kurze  Strecken.
Alle  Staatsstraßen  waren  schlecht  gehalten,  wenn  auch  etwas  weniger  erbärmlich ­
  als  die  Gemeindestraßen;  weder  Geld  noch  Arbeit  wurde  auf  ihre
Besserung  und  Erhaltung  verwendet.  An  Eisenbahnen  gab  es  im  Jahre  1879
nur  1660  Kilometer,  größtenteils  in  der  Mitte  des  Landes,  während  tut
Cften  daran  heute  noch  empfindlicher  Mangel  herrscht.  In  dem  Landstriche
östlich  von  Havana  mit  kalk-  und  lehmhaltigen  Boden  wird  das  Erdreich
            
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