Full text : Die Zucker-Industrie auf Cuba

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kommende,  dlls;  er  ebensoviel  Glucose  enthalte  lote  dieser,  aber  viel  reiner
und  weniger  dunkel  gefärbt  sen  Die  ausgelaugten  Rohrstücke  könnten  durch
die  Mühle  oder  durch  Pressen  entwässert  werden;  man  könne  lie  dann
während  eines  Tages  der  Einwirkung  der  freien  Lust  aussetzen  und  in  besonders ­
  construirten  Lesen  verbrennen.  Bemerkt  wird  ferner,  da,,  die
Diskusion  zwar  die  Mühlen  und  mit  diesen  cm  nicht  unerhebliches  Anlage-Capital
  entbehrlich  mache;  allein  sie  verlange  andrerseits  besondere  Unlagekosten
  setze  gutes  Wasser  voraus  und  bedinge  einen  stärkeren  Verbrauch
von  Brennstoffen.  Bei  der  Arbeit  mit  der  Mühle  und  mit  einmaliger
Pressung  genüge  die  trockne  Bagasse  zur  Feuerung;  bei  ziviesacher  Pressung
bedürft  man  schon  eines  Zuschusses  von  anderen  Brennstofsen  -  >»>-  bei»,
auch  bei  der  oben  mitgetheilten  Ausstellung  der  Selbstk°,tcn  des  Rohres
iiir  die  Kessel  der  Zuckermühle  die  Heizung  durch  Buschwerk  vorgesehen
war  -•  sür  die  Diffusion  stehe  die  Menge  des  auger  der  Bagasse  ersorderlichen
  Brennstofses  noch  nicht  fest.  Uedrigens  könnten  die  durch  Diffusion
gewonnenen  Säst-  mehrere  Stunden  in  freier  Luft  stehen,  ohne  zu  gahren
und  zu  ihrer  Scheidung  branche  man  weniger  Kalk,  Beides  mag  als
richtig  anerkannt  werden,  schon  als  eine  Folge  der  grosiercn  Reinheit  der
Säfte;  allein  eine  Frist  von  „mehreren  Stunden"  will  wenig  lagen  bc,
der  nionatelangen  drängenden  Fabrikarbeit  während  der  Campagne,
Eine  andere  Mittheilung  aus  dem  Jahre  1886  bestätigt  abermals,
dag  die  Diffusionsarbeit  auf  Cuba  noch  nicht  sich  habe  verbreiten  koinieii,
namentlich  ivegen  Mangels  an  Brennmaterial,  und  weil  die  Mittel  zur
Beschaffung  der  neuen  Maschinen  und  Geräthe  iiicht  ausreichten.  Das
gleiche  bemerkt  eine  Correspondenz  aus  dem  Frühjahr  1887  unter  Verweisung ­
  auf  die  nothwendige  stärkere  Verdampsung  und  den  dadurch  bedingte,! ­
  Mehrverbrauch  des  äugelst  kostspieligen  Brennmaterials
Indessen  werden  die  Versuche  nicht  aushören  und  der  Erfolg  w.rd
nicht  ausbleiben,  den»  in  allen  Rohrzucker-Länder,,  regt  es  sich  Mit  gleichem
Eifer,  Aus  der  jüngsten  Zeit  wird  von  Java  mitgetheilt.  dag  d,c  Ge,ellschast
  von  Fives-Lillcs  einen  Apparat  zur  Diffusion  von  Rohr  und  Bagage
ausgestellt  habe,  der  sich  in  der  letzten  Campagne  gut  bewährte.  Das
Schneiden  des  Rohres  erfolge  durch  zivei  Vorrichtungen,  deren  >ede  zehn
Tonnen  (10000  k K )  seiner  Schnitzel  in  der  Stunde  liefern  könne  ;  sie  leien
leicht  zu  handhaben  und  nicht  den  Störungen  und  Zufallen  unterworfen
wie  die  Mühlen,  Die  ausgelaugten  Schnitzel  ivürden  in  _  gewöhnlicher
Weise  abgepregt  und  gäben  dann  einen  Brennstoff,  der  eben,°  w,e  frische
Bagasse  in  besonderen  Lesen  verfeuert  werden  könne.  Derartige  Mittheilungen ­
  sind  wohl  mit  einiger  Vorsicht  anfzunehnien:  vorlauft«  ,ollen
sie  auch  nicht  den  Erfolg,  sondern  nur  das  eifrige  Streben  beweffen.
Am  10  März  1886  erstattete  Witch  in  Washington  einen  Bericht  an
da«  landwirthschastliche  Departement  der  Vereinigten  Staaten  über  die  An-
            
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