Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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keit  als  die  Ergebnisse  eines  zu  ihrer  Herstellung  erforderlichen ­
  Nahrungsaufwandes  zu  denken  haben.  Dieser  Aufwand
an  Nahrung  wird  in  jedem  Fall  die  natürlichen  Kosten  der
Production  repräsentiren.  Alles  was  nicht  Nahrung,  aber
von  Menschen  hergestellt  ist,  wird  so  zu  sagen  als  eine  Verwandlung ­
  der  verbrauchten  Nahrung  erscheinen.  Weiss  nun
derjenige,  der  auf  diese  Weise  denkt,  nicht  zwischen  dem  zu
unterscheiden,  was  in  der  Nahrung  selbst  auf  Rechnung  der
productiven  Thätigkeit  zu  setzen  sei,  und  dem,  was  an  ihr
eine  andere  Bedeutung  hat,  so  wird  die  Vorstellung  von  der
Productivité  unvermeidlich  eine  höchst  verworrene  werden
müssen.  Alles  wird  dann  in  Nahrung  geschützt,  und  das
Resultat  ist  ein  Vorstellungskreis,  der  von  der  Wahrheit  soweit ­
  als  nur  irgend  möglich  abweicht.  Die  Natur  ist  dann  der
einzige  Producent,  und  zwar  ist  sie  dies  nur  insofern,  als  sie
über  den  Unterhalt  der  arbeitenden  Menschen  hinaus  ihre  überschicssenden
  Gaben  spendet.
Im  natürlichen  Aufbau  der  grossen  Wirthschaftszweige  ist
die  Nahrungsgewinnung  offenbar  das  Fundament,  ohne  welches
von  dem  Uebrigen  auch  nicht  das  Mindeste  bestehen  kann.
In  dieser  Hinsicht  ist  ein  verfügbarer  Nahrungsüberschuss,
mag  er  nun  der  Arbeit  zu  verdanken  sein  oder  nicht,  unter
allen  Umständen  und  selbst  in  rein  fingirten  Verhältnissen  die
unerlässliche  Vorbedingung  einer  industriellen  Entwicklung.
Hieraus  folgt  aber  nicht,  dass  er  auch  als  der  hervorbringende
Grund  der  Gewerbe  und  als  der  Repräsentant  der  productiven
Kraft  betrachtet  werden  dürfe.  Im  Gegentheil  ist  das  Ursächlichkeitsverhältniss
  das  grade  umgekehrte,  und  es  muss  in
völlig  entgegengesetzter  Richtung  gedacht  werden.  Der  Zug
der  höheren  Bedürfnisse  und  die  Kraft  der  technischen  Fähigkeiten ­
  ist  es,  was  auch  den  Ackerbau  im  Verhältniss  zu  den  aufgewendeten ­
  Mitteln  ergiebiger  macht,  und  über  den  Unterhalt  der
landwirthschaftlichen  Bevölkerung  hinaus  eine  immer  grössere
Erzeugnissmenge  verfügbar  werden  lässt.  Doch  wir  wollen  hier
nicht  den  neusten  kritischen  Vorstellungen  vergreifen,  sondern
uns  ausschliesslich  mit  dem  Standpunkt  der  Quesnayschen,  dem
Naturmenschen  und  der  noch  nicht  oriontirten  Phantasie  sehr
naheliegenden  Vorstellungsart  beschäftigen.
Alle  diejenigen,  welche  im  ökonomischen  Denken  erste
Versuche  machten,  sind  der  Abirrung  ausgesetzt  gewesen,  die
            
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