Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Sequenz  war  überhaupt  der  Geisteshaltung  und  Gemüthsart
eines  Smith  fremd.  Seine  Logik  entsprach  ein  wenig  seinem
Charakter,  der  sich  durch  Mangel  an  eigentlich  activer  oder,
besser  gesagt,  actionsfähiger  Energie  auszciclmcto.  Sic  bekundete ­
  sich  daher  mehr  in  dem  passiven  Gohenlassen  nach  der
Richtung  eines  einmal  ergrifienen  Princips,  als  in  der  Entwicklung ­
  gestaltender  Kräfte  zur  Ausgleichung  der  Widersprüche. ­
  Der  redliche  Sinn  reranlasstc  den  Autor,  alle  Gedanken ­
  mitzutheilen  und  um  die  Unterdrückung  derjenigen,  die
etwas  Entgegenstchendes  enthielten,  keine  Sorge  zu  tragen.
Im  Gegentheil  machte  er  noch,  wie  z.  B.  bezüglich  seiner  Entwicklungen, ­
  die  an  die  Schwierigkeiten  der  Bestimmung  der
Werthursachen  streiften,  ausdrücklich  darauf  aufmerksam,  dass
es  ihm  nicht  gelungen  sei,  zu  einer  ihn  völlig  befriedigenden
Klarheit  zu  gelangen.  Er  hat  die  Natur  seines  Vorstellens  in  sich
walten  lassen  und  ist  in  dieser  Beziehung  sogar  in  der  wissenschaftlichen ­
  Composition  seinem  sonstigen  Lieblingsprincip  anheimgefallen. ­
  Er  hat  die  Gedanken  hervortreten  lassen,  wie
sie  sich  gaben,  und  ist  durch  seine  Wahrhaftigkeit  verhindert
worden,  ihnen  Gewalt  anzuthun,  wo  cs  ihm  nicht  möglich  war,
sie  logisch  zu  vereinbaren.  Hiedurch  hat  sein  Werk  auch  selbst
nach  der  Seite  des  Mangels  einen  Vorzug  erhalten,  den  man
nicht  zu  gering  anschlagen  wird,  wenn  man  mit  dieser  wissenschaftlichen ­
  Ehrlichkeit  die  berühmtesten  Erscheinungen  der
nächsten  Zeit  vergleicht.  Aus  diesem  Grunde  besteht  die
Systematik  seines  Werks  auch  hauptsächlich  darin,  dass  ein
Leitfaden  bemerklich  ist,  dem  er  von  vornherein  folgte,  und  den
er  auch  dann  nicht  verlor,  wenn  er  umfangreiche  Zwischenuntersuchungen ­
  anstellte.
Dieser  Leitfaden  bestand  in  dem  steten  Hinblick  auf  die
Arbeit  als  auf  die  Quelle  alles  Reichthums.  Don  Namen  IndustrTèsystem
  muss  man  daher  so  äuslegen,  dass  man  das  Wort
Industrie  in  dem  allgemeinen  Sinne  aller  wirthschaftlichen
Thätigkeit  versteht.  Nähme  man  es  in  der  engem  Bedeutung,
die  ihm  heute  vorzugsweise  eigen  ist,  nämlich  im  Gegensatz
zum  Handel  und  Ackerbau,  so  würde  man  sich  von  den  Smithschen
  Grundanschauungen  eine  ganz  falsche  Vorstellung  bilden.
Die  Anwendung  der  Arbeit  in  jeder  Richtung,  —  nicht  aber
in  einem  besondern  Zweige  der  Volkswirthschaft,  —  sollte  die
eigentlich  productive  Macht  sein.  Die  Physiokraten  hatten  die
            
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