Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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natürlichen  BcschafFenheit  des  Grund  und  Bodens  dem  durch
die  Häufung  der  Wirthschaftsmittel  zu  erzielenden  Erfolg  eine
Grenze  gesetzt  werde,  und  dass  die  Ergiebigkeit  nicht  proportional ­
  mit  der  Zuführung  von  Mitteln  zu  wachsen  vermöge.
Aus  dieser  Voraussetzung  hat  er  geschlossen,  und  wenn  die
blosse  Gonsequenz  aus  beliebigen,  an  sich  selbst  denkbaren
Vorstellungen  stets  entscheidende  Aufschlüsse  über  den  wirklichen ­
  Gang  der  Dingo  liefern  müsste,  so  würden  zwar  noch
viele  Einwendungen  gegen  die  Rentenvorstellung  übrig  bleiben;
allein  es  würde  sich  wenigstens  ein  Anhaltspunkt  ergeben,  um
von  den  Abstractionen  unmittelbar  zu  den  Thatsachen  überzugehen. ­
  Die  Vorfrage  besteht  hier  aber  grade  darin,  ob  erfahrungsmässig
  der  Fall  der  Anwendung  von  Capital  mit  immer
geringerem  Erfolg  wirklich  vorliege  oder  der  Regel  nach  eintreten
  müsse.  Man  hat,  und  zwar  namentlich  Stuart  Mill,  diese
Hypothese  für  ein  Grundgesetz  der  Entwicklung  erklärt  und
sich  gerühmt,  durch  die  entsprechende  Idee  die  wirthschaitlichen
  Erscheinungen  weit  besser,  als  jemals  zuvor,  erklären
zu  können.  Im  Hinblick  auf  diese  Meinung  ist  also  die  Richtung ­
  der  Ricardoschen  Anschauungsweise  von  Wichtigkeit,  und
jo  nachdem  man  den  entsprechenden  Gedanken  beurtheilt,  wird
man  der  einen  oder  der  andern  Gestaltung  der  Systeme  anhäugen.
  Für  die  Geschichte  der  wissenschaftlichen  Grundvorstellungen ­
  ist  grade  in  der  jüngsten  Zeit  die  Beachtung  jenes
Gesichtspunktes  sehr  erheblich.  In  dem  Zusammenhänge
aber,  mit  welchem  wir  cs  augenblicklich  zu  thun  haben,  darf
nicht  vergessen  werden,  dass  der  allgemeine  Gedanke  von  der
Erschöpfung  der  guten  Bewirthschaftungschancen  in  der  Richtung ­
  auf  irgend  eine  blosse  Naturhülfsquelle  viel  weitei  reicht,
als  das  Ricardoscho  Rcntengcbilde.  Die  verfehlte  Eigenthümlichkeit
  des  letzteren  würde  sich  auch  dann  noch  nicht  in  eine
Wahrheit  verwandeln,  wenn  jene  Abnahme  der  Ergiebigkeit
zu  Grunde  gelegt  werden  könnte.
Um  jedoch  nicht  aus  Ricardos  eignem  Gedankenkreis  herauszutreten ­
  und  schon  ganz  andere  Theorien  einziimischen,  die
zur  Widerlegung  nicht  noth  wendig  sind,  so  machen  wir  nur
darauf  aufmerksam,  dass  sich  das  Rcntengcbilde  mit  der  vorher ­
  erläuterten  Wendung  unter  den  Händen  seines  eignen  Urhebers ­
  in  einen  differentiellen  Capitalgewinn  verwandelt  hat
und  auf  diese  Weise  wenigstens  eine  andere  Form  zur  behau
            
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