Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

uranfílnglichen  goldenen  Zeitalters  stammenden  Dlnsionen  indirect ­
  lind  unbewusst  durch  die  rückläufigen  Theile  des  Rousseauschen
  Denkens  irregetührt  worden.
Ich  bin  auf  die  besondern  Züge  des  Plans,  den  man  im
Pall  des  Gdingens  der  Verschwörung  wenigstens  zum  Theil
auszuführen  versucht  haben  würde,  nicht  eingegangen,  weil  die
Verfolgung  eines  in  seinem  Ausgangspunkte  verkehrten  Phantasiegebildes ­
  in  die  Einzelheiten  kein  Interesse  hat.  Das  Gepräge
  der  rohen  Gewalt  und  die  demselben  nicht  blos  bei  Communisten
  entsprechenden  Maassnahmen  würden  sicherlich  auc  i
hier  nicht  gefehlt  haben,  wie  man  aus  den  Actenstücken  nur
zu  deutlich  erkennt.  Allein  soweit  Babeuf  persönlich  in  rage
kam,  würden  seine  eisernen  Vorstellungen  von  Gerechti^  "cit
in  die  übrigens  unverkennbare  Barbarei  des  Gleichheitsfanatismus
  edlere  Züge  gebracht  und  die  jedenfalls  rasch  vorü  eigehenden
  Convulsionen  eines  kurzlebigen  Ausführungsveisuc  s
gemildert  haben.  Die  Geschichte  hat  in  andern,  nicht  commu
nistischen  Gebieten  unvergleichlich  mehr  Rohheiten  und  Thorheiten
  von  gemeinerem  Charakter  und  soviel  blutigen  Rau  zu
verzeichnen,  dass  sie  wohl  mit  den  Opfern  einer  theoretisc
irregeleiteten,  in  ihrem  Kerne  aber  nur  zu  erklärlichen  Lei  en
Schaft  nach  einem  andern  Maass  der  Kritik  verfahren  un
daran  erinnern  muss,  dass  für  den  weiteren  Verlauf  dei  e
gebenheiten  nicht  die  Verkehrtheit  der  Theorie,  sondern  le
Artung  und  Richtung  der  Gesinnung  das  Entscheiden  G
Den  Typus,  welchen  wir  in  Babeuf  vorgeführt  ha  en,
fen  wir  in  der  weiteren  Gestaltung  der  Ideen  nie  nui
nicht  ausser  Acht  lassen,  sondern  werden  seiner  um  so^
mehr  bedürfen,  je  mehr  wir  uns  der  Gegenwart  nähern.  Di
Art  und  Weise,  in  der  Babeuf  dachte  und  handelte,  ist
von  so  entscheidender  Eigenart  gewesen,  dass  man  sich
hüten  muss,  ihn  mit  der  Schaar,  auf  die  er  zu  wirken
hatte  und  namentlich  mit  den  Robespierreschen  Parteitrümmern ­
  oder  auch  nur  mit  Buonarroti  in  Charakter  und  Dem
kungsart  zu  identificiren.  Die  festen  Umrisse,  welche  nicht
nur  sein  Wollen,  sondern  auch  die  theoretisch  verkehrten  Ziele
desselben  zeigten,  sind  allermindestens  geeignet,  zu  den  gestalt
los  zerfliessenden  und  sentimental  aufgelösten  Voistellungs
regungen  der  verhältnissmässig  bedeutendsten  Erscheinung  des
nach  der  Revolution  zunächst  auftretenden  Socialismus  den  ge-
            
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