Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Macht  iimgestalten.  Die  letzte  und  zahlreichste  Schicht  der
Gesellschaft  sollte  besonders  ins  Auge  gefasst  und  durch  das
erwähnte  Priiicip  in  eine  bessere  Lage  versetzt  werden.
Unser  Autor  hat  nach  den  Genfer  Briefen  Mancherlei  veröffentlicht, ­
  was  seinem  unmittelbaren  Gegenstand  nach  dem
Socialismus  sehr  fern  liegt,  in  der  Gedankengruppe  und  Gesammtthätigkeit
  des  Urhebers  aber  keineswegs  als  völlig  fremdartig ­
  erschien.  Wir  verzichten  jedoch  darauf,  uns  auf  diese
Gattung  von  Arbeiten  einzulassen.  Wir  können  dies  um  so
mehr,  als  die  für  das  Socialökonomische  erheblichen  Ideen  in
den  verschiedensten  Schriften  wiederkehren.  Man  hält  sich
daher  am  besten  an  die  späteren  Veröifentlichungen,  wobei  jedoch ­
  die  spätesten,  die  der  oben  erwähnten  Katastrophe  folgten,
nur  noch  in  sehr  bedingter  Weise  zurechnungsfähig  sind.  Die
Veröffentlichungen  dieser  allerletzten  Phase  sind  hauptsächlich
der  „Politische  Katechismus  der  Industriellen”,  der  aber  zum
erheblichsten  Theil  schon  vorher  erschienen  war,  und  ausserdem ­
  das  schon  angeführte  „Neue  Christenthum  (1825),  welches
die  Anhänger  dieser  schwächeren  beite  des  St.  Simonschen
Geistes  als  das  wichtigste  Vermächtniss  und  als  ein  Grundbuch
des  neuen  Messianismus  angesehen  haben.  Einen  vollkommnen
Einblick  in  die  sociale  Hauptidee  gewähren  die  Briefe,  welche
unter  dem  Titel  „Vom  industriellen  System”  (1821)  mit  einer
Aufrufung  der  Philanthropen  aller  Länder  erschienen  und  durch
zwei  Theile  unter  gleichem  Titel  ergänzt  wurden.  Jedoch
genügt  es,  bei  einem  Autor  wie  St.  Simon  ein  paar  richtig
gewählte  Schriften  aufmerksam  zu  prüfen,  um  in  den  zerfliessenden
  und  mit  Nothwendigkeit  wiederkehrenden  Gedankenclomenten
  und  Anschauungen  eine  Art  von  Kern  herauszuhndeii.
  Die  Berichterstatter  haben  über  St.  Simon  viel  Trivialitäten ­
  rnitgetheilt.  Sie  haben  in  der  Hegel  nicht  vergessen,
zu  bemerken,  er  habe  die  Industrie  zur  Hauptmacht  der  Ge-Seilschaft
  erhoben  wissen  wollen.  Das  Motto  einer  Schiift
von  1817  „Alles  durch  und  für  die  Industrie”  ist  in  dieser  Beziehung
  in  Erinnerung  gebracht  worden.  Allem  man  weiss
sehr  wenig,  wenn  man  von  nichts  als  dieser  Hichtung  und  noch
dazu  durch  Vermittlung  eines  irreführenden,  nicht  einmal  im
Sinne  der  gewöhnlichen  Sprechweise  gebrauchten  Wortes  Kenntniss
  hat.  Die  völlige  Ergebnisslosigkeit  derjenigen  Darstellungen, ­
  in  denen  St.  Simon  im  Rahmen  des  gesummten  Socialis-
            
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