Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Gchlcdoiio  Systeme  geben,  nümllcb  das  feudale  oder  militainscb
einerseits  und  das  industrielle  andererseits,  entsprecheuidl^den
für  das  Individuum  wie  für  die  Nation  allem  möglichen  Principien ­
  der  Eroberung  und  der  Arbeit.  Diesen  beiden  Systemen
geselle  sieb  nach  der  Seite  des  Geistigen  das  tbeologisebe  und
das  wissenscbaftlicbe  Regime  zu.  _  ,  ^
Obwohl  die  Verkettung  des  Theologischen  mit  dem  Feudalen ­
  in  ihrem  Innern  Grunde  weder  bei  St.  Simon  noch  bei
Comte  klar  genug  horvortritt,  so  liegt  sie  doch  ziemmi
nahe.  Offenbar  ist  nichts  Anderes  gemeint,  als  dass  der  Eioberung
  und  Unterwerfung  etwas  Aehnliches  im  Gebiete  des
Geisteslebens  entspreche,  und  dass  die  theologische  Be  lerrschung,
  die  sich  auf  den  Zwang  zum  Glauben  und  auf  die  gewaltsame
  Aufnöthigung  oder  Einimpfung  des  letzteren  gründet,
die  Zwillingsschwestcr  der  feudalen  Macht  sei.  Die  goistlic  le
Eroberung  durch  Mächte  des  Gemüths  unter  der  Aegido  er
gewaltsamen  Gesellschaftsgostaltung  im  feudalen  Sinne  steht
der  (mistigen  Arbeit,  die  ihrerseits  von  der  modernen  Industrie
getrlo-en  wird,  allerdings  aus  einem  gewissen  Gesichtspunkt
geae^über.  Auch  wird  ausdrücklich  gesagt,  dass  die  Beweise
a^die  Stelle  des  Glaubens  zu  treten  hätten,  und  dm  beiden
Grundformen  der  Zustände  tragen  schon  in  ihrer  Bezeichnungsweise ­
  den  Gegensatz  der  geistigen  Physionomie  an  der  Stirn.
Die  Paarungen  von  Industrie  und  Wissenschaft,  sowie  von
Theologie  und  Feudalismus  beruhen  nach  dieser  Au^assung  au
dem  Unterschied  der  Methoden,  vermöge  deren  sich  Staat  und
Gesellschaft  ordnen.  In  dem  einen  Fall
der  Gewalt  die  gestaltende  Ursache,  in  dem  andern  Fall  sol  e
die  industrielle  und  die  wissenschaftliche  Arbeit  zur  entscieidendonBothätigung
  gelangen.
11  Die  Vorstellung  von  den  zwei  ungemischten  und  in
ihrem  Princip  klaren  Zuständen  wird  durch  die  Idee  einer
Uebergangsphase  ergänzt,  in  welcher  sich  die  Systeme  mischen.
St.  Simon  betrachtete  die  betreffenden  Zwischengehilde  mit  cer
ontschiedensten  Abneigung,  sah  den  ganzen  geschichUiclmn
Hergang,  in  welchem  sie  die  Physionomie  der  Zustande  bestimmen, ­
  als  eine  Bastardzeugung  an,  bezeichnet  ihn  auch
wohl  als  Krankheit  oder  Krisis  und  trug  kein  Bedenken,  die
neuere  historische  Gestaltung  der  Englischen  Verhältnisse  als
ein  Musterbeispiel  für  diese  Unhaltbarkeiten  zu  kennzeichnen.
            
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