Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

keine  Scliuld  getragen;  wohl  aber  haben  die  Anregungen,  welche
ihm  die  schon  vorher  in  Celle  gehörten  Torträlge  des  gediegenen ­
  Laudwirthschaftsthooretikors  Timer  gewährt  hatten,  viel
zur  Gestaltung  seines  Ideenkreises  beigetragen.  Er  selbst  nennt
A.lam  Smith  und  Timer  als  diejenigen,  deren  Ideen  die  Grundlaocu
  für  seine  eignen  Theorien  gebildet  batten.  Schon  1803
also  im  Alter  von  20  Jahren,  hatte  er  seine  Hauptidee  gefasst
und  in  einem  Aufsatz  niedergescliriebeu,  in  welchem  die  sich
um  einen  städtischen  Mittelpunkt  nach  der  Vorausset^g  bildenden ­
  Zonen  von  Bewirlhschaftungsarten  m  ihim-  Abhängigkeit ­
  von  der  Entfernung  dargcstellt  waren.  Er  hatte  also
GrundvorütelluDg  ausciiiandeisetzte.  Er  hatte  geglaubt,  us
viele  Ei  iiihrungcn  auf  seinem  eignen  Gut  machen  zu  müssen,
nm  seinen  Gedanken  gehörig  wissenschaflhch  bewahrheiten
und  ausführen  zu  können.  Die  Herausgabe  eines  zweiten  Iheüs
oder  vielmehr  der  ersten  Abtheiluug  erfolgte  erst  im  Todegabr.
Was  wir  sonst  von  ihm  und  über  ihn  an  weiteren  Verö  ent
Heilungen  besitzen,  ist  von  einem  seiner  Schüler,  Herrn  Schn  imâcher,
  herausgegebeu  worden.  Auf  diese
zweite  und  dritte  Ahtbeilung  dos  zweiten  Bandes  1863  und  d  e
Biographie  (J.  H.  v.  Thünon,  ein  Forscherleben,  Rostock  )
als  posthumes  Material  zu  betrachten,  in  welchem
den  Veröffentlichungen  wiedergegebenen  Briefe  ei  ...
gen  als  ein  Manu  von  ehrlichem  und
welches  stets  nach  Vertiefung  strebte,  überall  bewährt.  Alle
er  ist  immermehr  der  aussichtslosen,  mathematisch  beengte
Art  des  üntersuchens  anheimgefallen.  So  hat  er  sich  namentlich ­
  in  Spcculationen  über  einen  „naturgemässen  Arbeitslohn
verloren,  welche  seiner  Gesiunungsrichtung  weit  me  i  a  s
ner  praktischen  Einsicht  zur  Ehre  gereichen.  Man  wird  unwillkürlich ­
  an  Quesnays  Quadratur  des  Cirkels  erinnert,  wenn
man  erfährt,  dass  ThUiiens  Bizarrerie  so  weit  gegangen  ist,
sich  seine  Quadratwurzel,  durch  die  er  den  harmonischen  Ar-
            
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