Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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epochemaclieiiden  Arbeit  des  genannten  Schotten  die  Wirkung
nicht  zu  verkennen,  welche  die  theoretisirende  Loslösung  von
den  Maximen  der  Staatspraxis  und  des  Geschäftslehens  zunächst
im  Gefolge  haben  muss.  Diese  Trennung  hat  überhaupt  bis
auf  den  heutigen  Tag  noch  gar  nicht  aufgehört,  die  wissenschaftliche ­
  Thätigkeit  und  die  späteren  Systemversuche  zu  Abwegen ­
  zu  veranlassen,  und  sie  dürfte  erst  dann  nicht  mehr
schaden,  wenn  sich  die  strenge  Theorie  vollständig  festgestellt
haben  wird.  Ja  man  kann  behaupten,  dass  die  ganze  neuste
Geschichte  unseres  Gebiets-  von  Systemen  zu  reden  hat,  die
grade  in  dem  grössten  Theil  ihrer  principiellen  Behauptungen
nichts  weiter  als  Wirkungen  jener  Loslösung  und  hiemit  die
zugehörigen  ideologischen  Einseitigkeiten  producirt  haben.
2.  Obwohl  es  eine  umfassende  Literatur  des  Mercantilismus
giebt,  so  ist  der  Schwerpunkt  dieses  Systems  doch  in  der
Praxis  zu  suchen.  Aus  diesem  und  keinem  andern  Grunde
ist  die  früher  gewöhnliche  und  noch  jetzt  häufige  Aufführung
desselben  in  der  bekannten  Trias  von  Systemen  zu  verwerfen.
Man  stellt  etwas  zu  Ungleichartiges  zusammen,  wenn  man  Mercan ­
  tilsy  stem,  Physiokratie  und  Industriesystem  als  drei  theoretische ­
  Standpunkte  unter  dem  allgemeineren  Gesichtspunkt
wissenschaftlicher  Gedankenkreise  vereinigt.  Der  Mercantilismus ­
  wird  mit  seiner  Literatur  hiedurch  einerseits  zu  hoch,
andererseits  aber  wieder  zu  tief  gestellt.  Seine  Stärke  und
Bedeutung  liegt  in  der  Anlehnung  an  die  Praxis  und  in  dem
Dienst  für  deren  Bedürfnisse,  und  in  dieser  Bichtung  sind  die
Schriftsteller  desselben  den  späteren  eigentlich  wissenschaftsbildenden ­
  Systemen  vielfach  überlegen.  Seine  Schwäche  wurzelt ­
  aber  in  der  Unfähigkeit,  aus  dem  Rahmen  der  von  der
Routine  gebildeten  Hauptgrundsätze  herauszutreten  und  die  gelegentlichen, ­
  allgemeineren  und  universelleren  Ansichten,  die;
auch  seinen  literarischen  Vertretern  nicht  ganz  gefehlt  haben,  ;
consequent  geltend  zu  machen.  Ein  Mercantilsystem  als  Wissen-  i
Schaft  giebt  es  daher  streng  genommen  gar  nicht,  und  man
kann  sich  diesen  auf  den  ersten  Blick  und  manchen  Gewohnheiten ­
  gegenüber  paradoxen  Satz  durch  das  Beispiel  der  allgemeinen ­
  Politik  erläutern.  Wer  die  den  politisehen  Thatsachen,
Maassnahmen  und  Staatsmaximen  gewidmete  und  auf  diese
Weise  an  die  Praxis  anknüpfende  Literatur  sofort  für  ein
Zeichen  des  Vorhandenseins  einer  entsprechenden  eigentlichen
            
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