Full text: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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billigen, (lio Bpeciell Pcnsylvanien und seiner Eisenindustrie 
cigenthümlicli sind. Es ist indessen bereits abziisehen, dass, 
sobald die Amerikaner ihre Industrie bis zur Exportfähigkeit 
entwickelt haben werden, sie den Völkern ebenso nachdrück 
lich den Freihandel empfehlen dürften, als sie jetzt noch vor 
herrschend das Schutzsystem preisen. 
Als eine Art Ergänzung des Schutzsystems kann die Ver- 
theidigung des Amerikanischen Staatspapiergeldes, der Wider 
stand gegen eine zu frühzeitige Aufnahme der Baarzahlung, die 
Vorliebe für ein völlig freies Zettel wesen der Banken und die 
Verurtheilung der Notencontingentirung gelten, durch welche 
die Amerikanischen Nationalbanken in der ZettelausgAe auf 
ein bestimmtes Maass beschränkt werden. Es versteht sich 
hiebei von selbst, dass die Peclsche Acte in jeder Beziehung 
als ein Pfuscherstück verurtheilt wird, und dass der Grundsatz 
der vollständigsten Bankfreiheit auch auf das Geschäft der 
Notenausgabe Anwendung findet. In der Art, wie die Currency- 
frage behandelt wird, ist das Bestreben unverkennbar, die in 
dustrielle Thätigkeit aus der Abhängigkeit der Geldcapitalisten 
dadurch zu befreien, dass auf dem Papierwege ein billigerer 
Credit geschaffen werde. Wer dagegen in den massenhaften 
Papiergeldschöpfungen nur eine indirecte Expropriation sieht, 
wird sich durch den Zweck nicht über die Natur des Mittels 
täuschen lassen. Jedoch ist auch in jenen Theorien Careys die 
Consequenz des allesbeherrschenden Triebes nicht zu verkennen, 
indem die Entwicklung der Production im engem Sinne ohne 
Rücksicht auf alles Uebrige den leitenden Gesichtspunkt bildet. 
Unter den finanziellen Lehren, die dem, was in Europa 
tonangebend ist, mit Erfolg entgegentreten, ist die gelungenste 
diejenige von der fiscalischen Ergiebigkeit der Schutzzölle. Bei 
uns steht nämlich die Doctrin im Vordergründe, dass die 
Schutzzölle der Staatskasse wenig einbrächten, und dies ist 
auch wirklich der Fall, wenn die einheimische Industrie über 
wiegend oder nahezu den Markt versorgt und daher verhältniss- 
mässig Wenig importirt wird. Im Anfänge und in der Blttthe 
des Schutzsystems ist aber die Einfuhr relativ sehr bedeutend, 
und die Staatsunterstützung, welche in den höheren Preisen 
aus den Taschen des Publicums den einheimischen Fabricanten 
gezahlt wird, bezieht sich nur auf einen Bruchtheil der ge 
summten Consumtion des mit einem Schutzzoll belasteten Ar- 
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