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und im letzten halben Dutzend seiner Lebensjahre den Parisern
und Frankreich zeigte, dass sich in dem Stillleben eines Bür-
gers der Provinz der geistige Fond besser conservirt und ge-
ildet hatte, als irn Bereich der centralen Abrichtung und der
Unterdrückung jedes echt individuellen Geprüges. Bastiat war
ein in der Stille nach eigner Laune genährtes Talent; aber er
war auf diesem Wege nicht zu jenem Charakter gelangt, der
nur die Frucht irgend einer ernstlichen Einlassung mit den
feindlichen Elementen des Lebens sein kann. Der erwähnte
Aug von egoistischer Sentimentalität, an welchem die weibliche
Erziehung und Leitung ihren Antheil gehabt hat, wurde ein
wenig durch ein sympathisches Element gemildert, welches
jedoch noch mehr dazu beitrug, die Passivität der Bastiatschon
Natur vollständig zu machen. In der That sehen wir Bastiat
von den Verhältnissen und Beziehungen derartig in Beweguno-
gesetzt, dass man von ihm sagen muss, er habe nicht nur im
gitiren, sondern auch im Denken, welches er doch sclbstän-
c iger geübt hatte, für die entscheidenden Punkte den fremden
hat ihn die zufällige Bekannt-
Bohaft mit der Englischen Kornzollagitation sympathisch erregt
ein eignes wiaecnschaftliclies System bereits im Kopfe o-ehabt
liätte, wurde schwerlich „Cobden und die Ligue”, also einen
reinen Agitationsact, bei dem es sich eher um alles Andere
a s um neue wissenschaftliche Gedanken handelte, zum Thema
gewählt haben. Man bemerke hiebei, dass Bastiat in seinen
Privatflnamea unabhängig war, und dass cs daher als sein
mgenster Entschluss zu betrachten ist, wenn er 1845 jenes
Buch drucken liess. Auch sein weiteres Treiben, welches im
fetitten von Freihandeisvereinen aufging, ist kein Zeiigniss da-
smggs
die sie gern importireu und im Detail vertreiben. In der That
and es auch lauter Kleinigkeiten und oft recht obcrnächlicho
Gelegenheitsgcdanken. Von der Spur eines neuen Ökonomi
schen Systems ist in Bastiats Kundgebungen vor 1848 noch