Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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hinauszugelien  und  Sätze  hinzustellen,  die  den  Stempel  der
Originalität  und  dos  Ursprungs  aus  irgend  einer  schallenden
Gedankenkraft  an  sich  trugen.  Dieser  Stempel  war  freilich
unter  Bastiats  Händen  etwas  verwischt  worden,  aber  dennoch
würde  das  Buch  des  Franzosen  als  ein  wissenschaftliches  Ereigniss ­
  von  epochemachender  Tragweite  anzuerkennen  sein,
wenn  man  nie  etwas  von  dem  Original  erfahren  hätte,  von
dem  cs  eine  Bearbeitung  war.
Bastiat  hatte  eingeständlich  die  Careyschen  Schriften,  wenn
auch  nur  „sehr  oberflächlich”,  gelesen.  Es  hat  ihm  ausser  dem
älteren  Werk  auch  die  Schrift  von  1848  vorgelogen,  die  den
Gang  der  Bodencijltur  behandelte.  Doch  hatte  der  Französische
Leser  noch  nicht  Zeit  gehabt,  sich  mit  dem  erweiterten  Anschauungskreis ­
  dieser  neuen  Schrift  gehörig  vertraut  zu  machen.
Dies  wäre  erst  die  Arbeit  für  den  zweiten  Theil  der  Harmonien ­
  gewesen.  Es  genügt  daher  eine  Hinweisung  auf  die
Careyschen  „Principien  der  politischen  Oekonomie”  von  1837
als  auf  die  Quelle  des  neuen  Bastiatschen  Wissens  und  der
vermeintlichen  neuen  Rüstung  gegen  den  Socialismus.  Der
Französische  Autor  hatte  kaum  Zeit  gehabt,  durch  die  Anregungen ­
  seines  Amerikanischen  Helfers  vom  Malthusianismus
zurückzukommen.  Man  sieht  dies  mit  der  grössten  Bestimmtheit ­
  aus  einer  nachgelassenen  Abhandlung  über  die  Bevölkerung, ­
  welche  den  Französischen  National  Ökonomen  noch  1846
als  Malthusianer  kenntlich  macht.  Das  Zurückkommen  von
den  Malthus-Ricardoschen  Vorstellungen  ist  daher  nach  Maassgaho
  der  Beschäftigung  mit  den  Careyschen  Schriften  und  im
Widerspruch  mit  der  Haltung  der  früheren  Bastiatschen  Arbeiten ­
  erfolgt.  Der  Contrast  zwischen  der  früheren  Schriftstellerei ­
  und  den  Harmonien  ist  so  gewaltig,  dass  man  ihn
ohne  eine  äussere  Ursache  gar  nicht  würde  erklären  können.
Ich  will  jedoch  hier  nicht  im  Einzelnen  wiederholen,  was  ich
in  meinen  „Yerkleinerern  Careys”  (1867)  gleich  an  der  Spitze
kurz  dargestellt  und  mit  Nachweisungen  versehen  habe.  Das
Bastiatscho  Plagiat  steht  jetzt  im  Allgemeinen  so  fest,  dass  es
sich  nur  noch  um  ein  Interesse  an  der  Art  und  Weise  handeln
kann,  wie  die  einzelnen  Lehren  bei  der  Aneignung  mit  andern
Elementen  versetzt  und  durch  unzulängliche  Auffassung  ihrem
tieferen  und  umfassenderen  Sinn  entfremdet  worden  sind.
Um  den  Harmonismus,  der  unter  Voraussetzung  der  indi-
            
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