Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Band  enthalt  jedoch  grade  diejenigen  Artikel,  in  denen  sich  die
Grimdanschaimngen  des  Verfassers  am  meisten  zeigen  mussten.
Er  schlicsst  noch  grade  die  Abhandlung  über  den  Credit  und
den  Artikel  Currency  ein  und  ist  ausserdem  für  die  Rubriken
des  Bankwesens  und  für  den  Begriff  Capital  nicht  unwichtig.
Die  Weite  der  Anlage  sowie  der  Umstand,  dass  die  eigentlichen ­
  Engländer  im  Gegensatz  der  Schotten  für  die  strengere
Form  des  theoretischen  Wissens  jetzt  noch  mehr  als  in  früheren
Jahrhunderten  unempfänglich  sind,  erklären  schon  allein  das
Abbrechen  des  Unternehmens.  Die  neuste  systematische  Darstellung ­
  des  gesammten  Gedankenkreises  ist  die  2.  Auflage  der
oben  erwähnten  Elemente,  trägt  aber  bezeichnenderweise  den
Titel  einer  ökonomischen  Philosophie  (The  principles  of  economical ­
  philosophy,  Band  I  London  1872).
9.  Unter  den  freihändlerischen  Arbeiten,  die  seit  Ricardo,
also  seit  einem  halben  Jahrhundert  in  Europa  erschienen  sind,
ist  keine,  die  sich  in  gleichem  Grade  wie  das  Macleodsche
schematistische  System  ausgezeichnet  hätte.  Unser  Schottischer
Denker  hat  wieder  einmal  daran  erinnert,  dass  in  der  Nationalökonomie ­
  eine  strengere  wissenschaftliche  Form  der  Gedankenhaltung ­
  etwas  zu  bedeuten  habe.  Auch  wer  materiell  mit  seinen ­
  Schematisirungen  nicht  übereinstimmt,  muss  doch  das  Bestreben ­
  anerkennen,  ein  herrschendes  Princip  als  obersten
Erklärungsgrund  der  Erscheinungen  zur  consequenten  Anwendung ­
  zu  bringen  und  überhaupt  überall  das  logische  Element
der  ökonomischen  Erkenntniss  hervortreten  zu  lassen.  In  letzterer ­
  Beziehung  ist  allerdings  schon  die  erwähnte  vierfache
Scholastik  nicht  zu  übersehen;  aber  selbst  in  den  hieher  gehörigen ­
  Abirrungen  ist  noch  immer  einige  Originalität  anzutreifen.
  Macleod  wollte  gelehrter  Oekonom  und  zwar  im  Sinne
derjenigen  antiken  und  zum  Theil  philologischen  Gelehrsamkeit
sein,  welche  den  Englischen  Universitäten  und  ihren  verjährten
Gewohnheiten  einige  Schritte  entgegenkommt.  Er  bekümmert
sich  daher  etwas  zu  stark  um  alte  Autoritäten  und  interpretirt
in  nichtssagende  Ueberreste  des  Griechischen  Alterthums  seine
eignen  Lieblingsgedanken  hinein.  Jedoch  verirrt  er  sich  hiebei
nicht  bis  zu  dem  von  uns  schon  öfter  gekennzeichneten  Chinesen ­
  thum.  In  naher  Verbindung  mit  dieser  gelehrten  Neigung
steht  sein  Aristotelischer  Logismus,  der  sich  z.  B.  in  einem
Uebermaass  von  Sorge  für  vermeinte  schulgerechto  Definitionen
            
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