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ie klarer man sich über die von Natur bestehenden Funda-
mento des ganzen Baues orientirt. Was unsem Autor selbst
anbetrifFt, so ging er schon früh davon aus, das laisser aller 21^
ein laisser mourir zu betrachten und in dem Recht auf Arbeit
imr ehio vorlüuflge sebir bescheichmo ITormulirung iniel imputer
tragender Berechtigungen zu sehen. Um die nationalokono-
mische Scholastik kümmerte er sich wenig und berücksichtigte
dieselbe höchstens summarisch. Hiedurch entging er vielmei
Erörterungen, welche praktisch gleichgültig sind; aber er über
sah auch mit der verschulten Oekonomie manches bedeutsame
Princip. Seine Orientirung in der rein volkswirthschaftlichen
Theorie ist niemals erheblich gewesen, und hieraus erklären
sich die unhaltbaren Wendungen in der Organisation der Arbeit
Soweit die allgemeine historische Betrachtung der Staats- und
Privatfinanzen sowie des Geschäftsganges und der Classen-
bostrebungon ausreichte, hat unser Autor meist die bessern An-
schauungen getrogen. Seine Vorstellung von der Rolle Eng-
lands und überhaupt von dem Verhältniss des Handels oder
der Zwischenpersonen zu der eigentlichen Production war in
der Tendenz keineswegs verfehlt. Er begriff die eherne Logik
der eifersüchtigen Ooncurrenz in den verschiedensten Gestal
tungen; er sah ein, wie das Handwerkerthum und die kleinere
Unternehmerschaft durch die grossen Dimensionen der modernen
Industrie aufgezehrt werden müsse. Er kennzeichnete die un
geordnete Ooncurrenz nicht nur als eine Unterdrückung es
Arbeiterthums, sondern auch als einen Krieg, in welcheni sic
die Bourgeoisie selbst schädige und aufreibe. Er sah die Bour
geoisie als eine Gestaltung an, die das Vorgefühl ihrer nahen
Zersetzung durch Hervorkehrung ihres trügerischen Glanzes
betäuben wolle. Sie selbst sei unbefriedigt und verfalle unter
der Concurrenzanarchio dem glänzenden Elend einer blossen
Lottoexistenz, mit Ueborsättigung auf der einen und jähem
Fall auf der andern Seite. Das Princip der anarchischen Oon
currenz, welches nur den Kriegszustand der Industrie und die
Unterdrückung des Schwächeren durch den Stärkeren mit sich
bringe, sei die Wurzel all jenes Uebels.
Auf Grund dieser theoretischen Anschauungen, die zwar
schon bei früheren Socialisten in Ansätzen vorhanden waren,
ja auch in der gesummten Ideenströmung ihre analoge Vertre
tung hatten, aber dennoch niemals in dieser Zuspitzung zur