Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Satzes  von  Eigenthum  und  Diebstahl  beschäftigt,  verräth  sich
die  Verworrenheit  und  Thorheit  des  Grundgedankens  durch
^Mí^gMdmmcMeEt^n^^^m^m  Dm  V^^^r  imd
sollen  die  tiefen  Beziehungen  entschleiern,  die  zwischen
den  BegriEen  der  Freiheit  und  des  gegensätzlichen  Anfwiegens
vorhanden  seien.  Nun  liegt  allerdings  ein  Antagonismus  der
Eräfte  allen  Vorgängen  zu  Grunde;  aber  zwischen  einer  richigcn
  Vorstellung  desselben  und  einer  Caricatur  des  wahren
Schematismus  ist  denn  doch  ein  gewaltiger  Unterschied.  Das
(regcun^unanderivirkeii  der  EiräAe  lässt  sich  iin  (Gebiet  der
rationellen  Mechanik  am  klarsten  vorstellen,  und  sowcnio-  hier
fäi-die  Ilegelscho  IDhdogrdcein  I^latz  ist,  obonsoiveing  Imnn  sich
auch  in  andern  Gebieten  irgend  etwas  ergeben,  was  mit  der
all^oinen  Logik  und  vorstandosmässigon  Vorstollungsweiso
m^iderspruch  ständo.  Der  BegriA  dos  Gegensätzlichen  ist
jedoch  stets  ein  verführerischer  Anknüpfungspunkt  für  die  Golusto
  des  logischen  Mysticismus  gewesen.  Die  bessern  Naturen,
zu  denen  in  unserm  Fall  Proudhon  zu  rechnen  ist,  sind  häufio*’
durch  den  Zauber,  welchen  der  wahre  Bestandtheil  in  dem  Gedanken
  der  Gegensätzlichkeit  der  Dinge  ausübt,  verleitet  worden,
sich  der  autoritären  Charlatanerio  zu  unterwerfen,  die  in  dieser
Richtung  stets  ihren  Erfolg  gewittert  hat.  Die  echte  Anzieungskraft,
  welche  das  Problem,  den  Gegensatz  allgemein  logisch
zu  denken,  seit  den  Zeiten  Eeraklits  auf  tiefere  Geister  ausgeübt
  hat,  und  der  Reiz,  den  die  Tragweite  der  Consequenzen
einer  Lösung  noch  heute  haben  muss,  darf  nicht  mit  jener
trügerischen  Stimulirung  verwechselt  werden,  deren  Speculation
sich  theoretisch  und  praktisch  auf  die  in  den  Menschen  wirksame ­
  Macht  der  logischen  Superstition  richtet.  Naturen,  die
nicht  selbst  das  abstráete  Denken  und  die  subtilere  Philosophie
zu  durchdringen  im  Stande  sind,  verfallen  auch  bei  sonst  guten
Anlagen  den  autoritären  Künsten  des  Widersinns,  und  so  erklärt ­
  sich  auch  der  Proudhonsche  Standpunkt.  Es  darf  aber
m  Hinblick  auf  denselben  nicht  übersehen  werden,  dass
roudhons  Denkweise  einen  ehrlicheren  Charakter  trägt,  und
dass  sogar  zum  Theil  auch  die  Artung  des  Grundgedankens
yon  der  Gegensätzlichkeit  nicht  ganz  so  verkehrt  ausgefallen
ist,  als  in  dem  ürbilde.  Hiefür  ist  nicht  nur  das  erwähnte
^hliessliche  Geständniss  der  Unhaltbarkeit,  sondern  auch  die
Vorliebe  ein  Zeugniss,  mit  welcher  sich  Proudhon  an  die  Vor-
            
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