Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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sprach  gethan  habe.  Um  dagegen  der  ganzen  Künstelei  und
Affectation  ein  für  alle  Mal  die  Spitze  abzubrechen,  bat  man  sich
nur  zu  erinnern,  dass  alle  Aneignung  selbstverständlich  einen
doppelten  Charakter  haben  kann  und  in  allen  Fällen  zum  Raube
wu’d,  in  welchem  sie  eine  Verletzung  des  Andern  einschliesst.
Diese  Wahrheit  ist  schärfer  und  reicht  weiter,  als  die  gesuchte
und  gekünstelte  Paradoxie  Proudhons.  Uebrigens  sieht  man
aber  aus  seiner  eignen  Auslassung,  dass  sein  Satz  ausser  dom
vertrakten  Sinn,  den  er  logisch  haben  sollte,  auch  noch  ganz
F^mM  da^  SWa^^ñ
oM  sei.  In  der  letzteren  liegt  die  Vernichtung  dos  Menschen
Ms  Person,  und  dieses  Eigenthum  am  Menschen  ist  daher  nach
Proudhon  nicht  blos  Diebstahl,  sondern  Meuchelmord.  Boi
Mler  Sympathie  für  das  Bestreben,  das  in  die  Formen  des
Rechts  gekleidete  Unrecht  zu  geissein,  müssen  wir  jedoch  in
Anbetracht  der  Unwissenschaftlichkeit  der  Methode,  durch  welche
die  ernsteren  und  einschneidenderen  Ueborlogungen  einer  mehr
ritischen  Botrachtungsart  nur  compromittirt  werden,  auf  die
Verfolgung  dieser  Kinderdialektik  über  das  Diebstahlseigenthum
verzichten.
■  1^'  »Oekouomischen  Widersprüche"
spielen  auch  Reflexionen  über  den  wirthschaftlichen  Werthbegriff ­
  eine  vom  V^fasser  selbst  besonders  markirte  Rolle.  Ganz
richtig  wird  die  Werththeorie  als  Eckstein  des  Gebäudes  der
politischen  Oekonomie  betrachtet;  aber  die  Proudhonschen  Ideen
sind  dialektisch  zu  leichtfertig  und  beruhen  auf  zu  oberflächlichen ­
  Kenntnissen,  als  dass  sich  mit  ihnen  mehr  als  ein  blosses
Anstreifen  an  bessere  Gedanken  hätte  ergeben  können.  Schon
der  einzige,  anscheinend  nebensächliche  Umstand,  dass  von
einem  Tauschwerth  als  Meinungsworth  so  geredet  wird,  als
wenn  beide  Bezeichnungen  mit  einander  verwechselt  werden
könnten,  und  als  wenn  der  wahre  oder  eigentliche  Werth  im
^brauch  psucht  werden  müsste,  deutet  die  durchaus  falsche
e  ungnahme  und  das  zu  Grunde  liegende  Vorurtheil  an.
Proudhon  erhebt  sich  daher  auch  da  nicht  über  die  gemeinen
den  sopnannten  Gebrauchswerth  mit  dem  eigentlichen  Worth
urcheinandermischenden  Vorstellungen,  wo  er  die  Gogensätzlicbkeit
  zwischen  Gebrauchswerthen  und  Tauschwerthen  bemerkt
  und  als  ein  Problem  der  politischen  Oekonomio  hervorhebt.
  Er  denkt  hiebei  vornehmlich  an  die  bessern  Ernten  mit
            
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