Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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den  für  diese  Zeit  vorausgesetzten  Anfängen  zu  einem  Weltmarkt, ­
  beginnt.  Offenbar  geht  nun  mit  einer  solchen  Begriftsfassung
  alle  Schärfe  der  volkswirthschaftlichen  Analyse  verloren. ­
  In  solchen  wüsten  Conceptionen,  die  halb  geschichtlich
und  halb  logisch  sein  sollen,  in  der  That  aber  nur  Bastarde
historischer  und  logistischer  Phantastik  sind,  geht  das  XJnterscheidungsvermögen
  des  Verstandes  sammt  allem  ehrlichen
Begritfsgebrauch  unter.  Consequenz  und  Wissenschaft  werden
Angesichts  solcher  Pormulirungen  unmöglich.  Ganz  anders
wäre  dagegen  diese  Hauptidee  ausgefallen,  wenn  sich  der
Urheber,  anstatt  dialektische  Wunder  für  seine  Gläubigen  herzurichten, ­
  mit  der  simpeln,  seinem  Geiste  und  fraglichen
Zwecke  angemessenen  Bemerkung  begnügt  hätte,  dass  sich  die
socialen  Wirkungen  der  Capitalherrschaft  erst  dann  in  vollstem
Umfange  zu  entwickeln  vermögen,  wenn  das  im  Anschluss  an
den  erweiterten  Geldumlauf  gebildete  Werthcapital  seine  Rollo
spielen  kann.  Allein  es  hat  dem  Autor  besser  gefallen,  mit
der  Schaalo  und  mit  demjenigen  Wort  zu  hantiren,  welches
nicht  blos  ein  Schlagwort  der  socialen  Agitation  ist,  sondern
auch  einen  allgemeinen  wissenschaftlichen  Bcgrifí  von  grosser
und  anerkannter  Tragweite  bezeichnet.  Hiedurch  ist  es  geschehen, ­
  dass  seine  Auslassungen  allgemein  aussehen,  ohne
es  zu  sein.  Die  Folge  dieser  trügerischen  Wendung  kehrt  sich
aber  gegen  ihn  selbst,  indem  es  für  jeden  aufmerksameren
Betrachter  des  Gegenstandes  bald  feststehen  muss,  dass  sich
mit  der  Marxschen  Kennzeichnung  des  Capitalbegriffs  in  der
strengen  Yolkswirthschaftslehre  nur  Verwirrung  stiften  lasse.
Wie  komisch  nimmt  sich  nicht  z.  B.  die  Berufung  auf  die
Hegelsche  confuse  Nebelvorstellung  aus,  dass  die  Quantität  in
die  Qualität  umschlage,  und  dass  daher  ein  Vorschuss,  wenn
er  eine  gewisse  Grösse  erreiche,  blos  durch  diese  quantitative
Steigerung  zu  Capital  werde!  Dennoch  ist  auf  solche  Leichtfertigkeiten, ­
  die  für  tiefe  logische  Wahrheiten  ausgegeben  worden,
die  geschichtliche  Construction  und  die  ganze  vermeintliche
Capitaleiitwicklung  gebaut.  Bei  solcher  Gebrechlichkeit  der
Fundamente  kann  von  letzter  und  strengster  Wissenschaftlichkeit ­
  im  Sinne  der  exacten  Disciplinen  wahrlich  nicht  die  Rede
sein,  und  die  Behandlung  der  entscheidenden  ökonomischen
Begriffe  zeigt  auch  die  Folgen  der  falsch  logisirenden  Ausgangspunkte. ­

            
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