Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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einem  Vierteljahrhundert,  nämlich  1872  mit  einer  hinzugefügten
Vorbemerkung  der  Herren  Engels  und  Marx  wiedererscheinen ­
  konnte,  derzufolge  im  Wesentlichen  alles  darin  Gesagte
auch  heut  noch  zuträfe.  Wenn  durch  irgend  etwas  in  den
Marxschen  Gesichtspunkten,  ungeachtet  des  durch  die  früher
gekennzeichnete  Gelehrsamkeit  angeschwellten  Bandes  über  das
Capital,  die  schliessliche  Rathlosigkeit  in  der  bestimmteren
Vorstellung  der  Grundzüge  des  künftigen  Wirthschaftssystems
für  Jedermann  greifbar  gemacht  werden  kann,  so  muss  es
durch  die  Rolle  dieses  alten,  und  durch  die  Hinweisung  auf  den
Mangel  eines  neuen  Manifestes  möglich  sein.  Eine  kurze  und
bündige  Formulirung  des  internationalen  Socialismus,  d,  h.  ein
bestimmtes  Programm,  welches  die  neuen  Eigenthumszustände
kennzeichnete,  fehlt  gänzlich,  wenn  wir  nicht  jene  alten  rohen
Schlagwürtor  des  Manifestes,  nämlich  Aufhebung  des  Privateigenthums ­
  und  Erbrechts,  als  genügend  gelten  lassen  wollen.
Auch  ist  es  in  der  That  keine  augenblickliche  Eile  unter  dem
Drängen  des  Neudrucks  gewesen,  was  bei  der  neusten  Auflage
des  Manifestes  eine  Umarbeitung  verhindert  hat.  Das  Gefühl
der  Unmöglichkeit,  von  dem  Standpunkt  der  Marxschon,  nur
theoretisch  zuschonden,  aber  nicht  praktisch  construirenden
Lehre  ein  befriedigendes  Programm  zu  liefern,  hat  jene  unfreiwillige ­
  Zurückhaltung  mit  sich  gebracht.  Auch  da,  wo  man
den  Inhalt  des  gelehrten  Marxschen  Buchs  über  das  Capital,
wie  in  einem  von  dem  im  vorigen  Capitel  erwähnten  Arbeiter
Most  1874  veranstalteten  kleinen  und  geschickten  Auszuge  für
die  Arbeiterkreise  zugänglich  gemacht  hat,  ist  mit  dem  sehr
vortheilhaften  Wegfall  des  gelehrten  Ballastes  und  der  schlimmsten ­
  Hegelschen  Cruditäten  der  schliessliche  Mangel  eines  bestimmteren ­
  Programms  nur  noch  sichtbarer  geworden.  Das
Schelten  auf  den  Phantasiesocialismus  bedeutet  bei  Herrn  Marx
zugleich  die  Verrufung  aller  bestimmteren  Schemata,  und  doch
ist  selbst  die  Mathematik  nicht  ohne  einige  Phantasie  zu  fördern. ­
  Hiezu  kommt  die  Abwesenheit  aller  Rechtsideen  in  der
Gestalt  der  Verachtung  der  ernsten  naturrechtlichen  Ableitungen ­
  und  hindert  auch  nach  dieser  Richtung  die  Entwicklung ­
  einer  hinreichend  verzweigten  und  wohlbegrenzten  Vorstellung ­
  von  der  Form  der  künftigen  Volkswirthschaft.
Man  könnte  glauben,  dass  vielleicht  die  Programme  einzelner, ­
  den  Antrieben  der  Internationalen  folgender  Partei-
            
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