Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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antiken  und  modernen  Geschichte  die  Yergleichungspunkte  für
die  Artung,  den  Umfang  und  die  Massenhaftigkeit  dieser  in
ihrer  Weise  einzig  dastehenden  Blutorgio  entschwinden.  Kein
Sulla  und  keine  Metzeleien  der  Römischen  Bürgerkriege,  ja
nicht  einmal  die  unterdrückten  Sklavenaufstände,  kurz  nicht
eine  einzige  der  Culturwürgereien  und  umfassenden  Schlächtereien, ­
  die  ausserhalb  des  eigentlichen  Kampfes  und  nachträglich ­
  an  wehrlosen  Menschenmassen  verübt  worden  sind,  reichen
aus,  um  dem  Verständniss  des  wahren  Charakters  und  Umfangs ­
  sowie  der  Einsicht  in  die  besondere  Niedertracht  nachzuhelfen, ­
  mit  welcher  die  Pariser  Scenen  ausgeführt  und  durch
welche  sie  ein  Alarmsignal  für  die  Arbeiterwelt  aller  Culturländer
  geworden  sind.  Die  antike  Aera  der  Proscriptioncn  ist
ebenfalls  eine  Kleinigkeit  in  Vergleichung  mit  den  nachträglichen ­
  Monstreverfolgungen  gewesen,  welche  sich  nach  den
Blutscenen  gegen  die  Bevölkerung  des  berühmtesten  Cultursitzes
  der  Welt  richteten,  und  bei  denen  man  ebenfalls  mit
einem  halben  Hunderttausend  unmittelbar  Betroffener  zu  rechnen ­
  hatte,  von  den  mittelbar  durch  die  Familienbande  Mitafficirten
  gar  nicht  zu  reden.  Die  Frauen  und  Kinder  hatten  auch
schon  zu  den  Blutopfern  und  zwar  ausserhalb  eines  Kampfes
ihr  Contingent  zu  vielen  Tausenden  stellen  müssen.  Yésinier,
der  sonst  keineswegs  drastische  oder  gar  eiserne  Kritik  übt,
berichtet  in  seiner  „Histoire  de  la  Commune  de  Paris”  (London
1871,  auch  Englisch  daselbst  1872)  sogar  von  einem  ganzen
Zehntausend  Frauen  und  Kinder,  welches  allein  schon  mit  dem
Abschluss  der  Maiwoche  massakrirt  gewesen  wäre,  und  von
einem  andern  Zehntausend  eben  dieser  Kategorie,  welches  man
eingekerkert  hätte.  Die  Zahlen  werden  wohl  vorläufig  nicht
genau  festgestcllt  werden;  aber  ein  rundes  Hunderttausend
theils  Massakrirter  theils  Eingekerkerter  wäre  an  sich  schon
eine  genügende  Erläuterung,  wenn  nicht  die  Art  und  Welsedes ­
  Verfahrens  noch  mehr  als  die  Massenhaftigkeit  spräche.
Die  Verwandlungen  von  hiezu  besonders  zusammengepferchten
Menschenknäueln  durch  die  Mitrailleusen  in  zerfetzte  Stücke
Menschenfleisch,  unter  denen  der  Zufall  aber  einige  noch  zu
lebendiger  Verscharrung  conservirte,  —  diese  Art  sogenannter
Hinrichtungen,  welche  die  Regel  bildete,  da  man  mit  der  Abthuung
  des  lebendigen  Menschenfleisches  sonst  nicht  hätte  fertig ­
  werden  können,  —  diese  Cultur-  und  Humanitätsfrüchte
            
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