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setzung der Altersjahrgänge, die bis dahin ziemlich gleichmäßige
Stärken aufweist, nimmt dann bis zum 60. Jahre langsam ab. Aber
auch die Zahl der über 60 Jahre alten Maurergesellen beträgt immer
noch über 6.% der Gesamtzahl, selbst die der über 65 Jahre alten
Maurergesellen umfaßt nach der. amtlichen Statistik noch 3% der
Gesellenzahl. Ob es sich hierbei in allen Fällen noch um wirklich
tätige Gesellen handelt, wird man jedoch bezweifeln dürfen. Es soll
nachstehend versucht werden, mit Hilfe der Kenntnis dieses Alters-
aufbaus die zukünftige Zahl der Maurer zu berechnen.
'Da die über 20 Jahre alten Maurergesellen aus andern Berufen
wohl keinen nennenswerten Zuzug mehr erhalten — die sogenannten
Umschüler dürften zahlenmäßig kaum ins Gewicht fallen —, So
brauchen: für diese Jahrgänge nur die durch den Tod verursachten
Verluste in Rechnung gestellt werden. Von einer Berücksichtigung
der schwer einschätzbaren „Verluste“ durch Auswanderung und der
„Gewinne“. durch die Zuwanderung von Ausländern soll der Ein-
fachheit halber abgesehen werden. Größere Schwierigkeiten be-
reitet die Zahl der am Zählungstage unter 20 Jahre alten Gesellen
und Lehrlinge, also die in den Jahren nach 1905 geborenen Lehrlinge.
Ein Blick auf die Alterspyramide zeigt, daß die Gruppe der Vierzehn-
bis Sechzehnjährigen offenbar noch nicht voll besetzt ist, da mit Rück-
sicht auf die körperlichen Anstrengungen des Maurerberufs zahlreiche
junge Leute erst in etwas höherem Alter in die Lehre treten. Nimmt
man die Altersgruppe der Sechzehn- bis Achtzehnjährigen als normal
besetzt an, so entfallen von der Gesamtzahl aller jugendlichen Erwerbs-
tätigen des gleichen Alters etwa 2,8 % auf die Maurer. Rechnet man
auch für die folgenden Jahre mit dem gleichen Anteil der Maurer an
der Gesamtzahl der Jugendlichen und schätzt auf dieser Grundlage den
Nachwuchs, der in den letzten Jahren und bis zum Jahre 1980 sich
neu dem Maurerberuf zugewendet hat, so kommt man für das Jahr
1930 auf rund 74000 Maurerlehrlinge und jugendliche Gesellen aus
den Geburtsjahrgängen 1910 bis 1915. Für das Jahrfünft 1980 bis
1935, mit dem durch den Geburtenausfall der Kriegszeit hervor-
gerufenen Lehrlingsmangel, ergibt sich unter den gleichen Voraus-
setzungen ein wesentlich geringerer Nachwuchs. Für Anfang des
Jahres 1935 wird man nur mit etwas über 45000 Lehrlingen und
Gesellen im Alter von 15 bis 20 Jahren rechnen können. Im Jahr-
fünft 1935 bis 1940 wird der Nachwuchs wieder anwachsen und. An-
fang 1940 rund 68 000 Köpfe zählen.