Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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und  hiemit  vervielfacht  sich  nach  seiner  Vorstellungsart  auch
das,  was  er  in  diesem  Zusammenhang  (Essays  8.  148)  auch
schon  bei  einem  einzigen  vorhandenen  Menschen  Rente  nennt.
Allein  die  Schlussfolge  von  historischen  Berichterstattern,  dass
Petty  hier  kurzweg  die  Rente,  wie  wir  dieselbe  verstehen,  mit
der  Bevölkerungsdichtigkeit  steigen  lasse,  beruht  auf  einem
Mangel  an  Unterscheidungsvermögen  und  erzeugt  eine  geschichtlich ­
  ganz  falsche  Voraussetzung.  Die  von  dem  Boden  ausgehende ­
  Ernährung  einer  Menschenmasso  oder,  mit  andern
Worten,  dessen  Nahrungsleistung  drückt  sich  zwar  bei  grösseren
Bezirken  einigermaassen  in  der  Volkszahl  aus,  ist  aber  nicht
im  Mindesten  mit  der  Rente,  d.  h.  mit  den  Einkünften  des
Eigenthümers  zusammenfallend,  welcher  im  Gegensatz  zum
Pächter  oder  zu  den  Arbeitern  einen  eigenthümlichen  socialen
Gewinn  erzielt.  Wer  aber  auch  noch  nicht  bis  zu  diesem
Punkto  unterscheiden  wollte,  müsste  denn  doch,  wenn  er  nur
etwas  subtiler  dächte,  gewahr  werden,  dass  die  Rente  unter
allen  Umständen  mindestens  soweit  abgegrenzt  und  unterschieden ­
  werden  müsse,  als  es  schon  der  Geschäftsverkehr  selbst
fast  jederzeit  bei  einiger  Entwicklung  der  Verhältnisse  gethan
hat.  Uebrigens  ist  es  aber  auch  bei  Petty  ein  Grundfehler,
einseitig  von  der  Ernährung  auszugehen  und  die  Rücksicht  auf
die  Arbeit  und  sogar  auf  die  Arbeitszeit  als  Werthmaass,  wovon ­
  sich  bei  ihm  an  andern  Orten  unvollkommene  Spuren
vorfinden,  hier  auf  sich  beruhen  zu  lassen  und  für  beide  Gesichtspunkte ­
  nicht  einmal  an  einen  möglichen  Widerspruch
oder  eine  Ausgleichung  zu  denken.
7.  Die  Vorstellungen  von  der  Arbeitstheilung  sind  das,
wonach  man  in  neuster  Zeit  sich  regelmässig  umzusehen  pfiegto,'
wenn  man  ältere  Schriftsteller  vor  sich  hatte.  Nun  ist  schon
früher  bemerkt  worden,  dass  die  ganz  gewöhnlichen  Gedanken
hierüber  in  den  verschiedensten  Zeitaltern  und  an  den  verschiedensten ­
  Orten  entstehen  mussten,  und  dass  man,  um  einen
Fortschritt  in  dieser  Beziehuug  festzustellen,  weit  mehr  antroffon
  muss  als  Anschauungen,  die  nicht  viel  über  die  auf  der
Hand  liegende  Thatsacho  der  Verzweigung  der  Borufsarten  und
der  Theilung  der  Verrichtungen  hinausreichen.  Bei  Petty  ist
nun  (im  Hinblick  auf  die  Stelle  S.  113  der  Essays)  keine  Veranlassung ­
  vorhanden,  ihm  eine  besondere  Erkonntniss  der  fraglichen ­
  Wirkungen  zuzuschreiben.  Seine  Auslassungen  besagen
            
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