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rechts. Diejenigen, welche als Stand zusammenhielten,
genossen nämlich auf Kosten Anderer; sie hatten ein aus
Uebermacht gegründetes, den gerechten Ansprüchen der Gesammtheit
zuwiderlaufendes Interesse. Aber die Natur äußert
in ihrem ganzen Lebensprozesse, bis in die geringsten Einzelheiten
der physischen, moralischen und intellektuellen Welt,
ein stetes Bestreben zur Ausgleichung. Im Staatsleben äußert
sich dieses allgemeine Naturgesetz in der unablässigen Tendenz
zur Beseitigung der Ungleichheiten in der Rechtsvertheilung.
Die sich mehrende und mehr verbreitende Intelligenz,
die Heranbildung zur Humanität, sind es, welche die
Rechte der Gesammtheit gegen die Usurpationen der Sonderinteressen
allmälig vindiziren. Gegen diese Tendenz sträuben
sich, natürlich, die durch das Bestehende Bevorzugten. Sie
wollen Zustände aufrecht erhalten, unter welchen sie auf
Kosten Anderer genießen. Sie äußern ein hartnäckiges
konservatives Bestreben und bilden ein schwer zu überwindendes
konservatives Element. Da sie aber die Minderzahl
ausmachen, dürfte es nöthig sein, das Prinzip ihrer Macht
näher zu beleuchten, um uns ihre auffallende Wirksamkeit,
dem Interesse der Mehrzahl und dem Streben der Zivilisation
gegenüber, erklären zu können.
Die Furcht, das Besessene zu verlieren, dessen Werth
man kennt und von dessen Vertheidigung die Selbsterhaltung
abhängt, spornt den Willen ungleich stärker an, als die
Hoffnung, ein vorenthaltenes Gut, wodurch man seine Lage
verbessern möchte, zu erlangen. Der Besitz ist etwas Faktisches,
Bestimmtes, Gegenwärtiges, und äußert eine direkte