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welche, wenn sie jetzt versäumt werden, die natürliche
Stufenmäßigkeit jener Entwickelung verhindern
und künftige Uebereilung des Versäumten
herbeiführen müssen. Wenn auch der humane Geist
des Landrechts und eine gerechte Verwaltung schon frühe
Vieles bewirkt hatten, so ist das preußische Volk vor dem
Jahre 1806, in allen staatlichen Bedingungen, ein anderes,
als das, welches jetzt siebenunddreißig Jahre nach der
damals vorgenommenen Regeneration seiner innersten sozialen
Zustände, dasteht. Man muß die Neuzeit von der alten
Zeit unterscheiden, und die Fähigkeiten und Bedürfnisse des
Volks nach den Bedingungen dieser Neuzeit beurtheilen;
sie nicht aber in der kriegsrühmlichen Vorzeit suchen. Die
preußischen Regenten haben, als Alleinherrscher, sich einen
unvergänglichen Namen in Europa's Chronik erworben,
durch die Kraft, womit sie Preußen vereinigt, den Heldcnmuth,
womit sie es beschützt, die Weisheit, womit sie es
beherrscht haben. Dies alles wird aber durch den Ruhm
überstrahlt, welchen ihnen die Kulturgeschichte zuerkennt,
wegen der Liebe 'und Beharrlichkeit, womit sic ihr Volk zu
bilden bestrebt waren. Jetzt ist die Zeit da, wo das Volk
sich für diese Erziehung empfänglich und solcher Erzieher
würdig zeigen will. Und jetzt, ein Jahrhundert nach der
Thronbesteigung des großen Friederich, dem so würdige,
für dasselbe humane Werk belebte Nachkommen gefolgt sind,
darf man nicht so schmählich das geschichtliche Leben Preußens
verläugnen, um Friedrichs Volk noch geistig und sittlich
unreif für politische Selbstständigkeit zu erklären. Wel-