NACHTRÆGE.
381
den mit der von uns bemerkten Volkszalil auf. Nur 1st die Ziffer
von Marseille ein wenig modiücirt, zu 198,945. Ferner fügen wir
zur Ergäuzung bei: Brest mit 61,160; Reims 45,754 : La Guillotière
(Vorstadt von Lyon) 43,524. — Eine neue Bevölkerungsaufnahme
zu l'aris im .labre 1856 soll eine Einwolincrzahl von l’l74,333 Men
schen ergeben haben.
S. 43. Zollertrà'gnisse. Unsere Voraussagung: dass gerade nach
Wiederherstellung des Friedens, gerade nach Wiederkehr der ge
wöhnlichen Verhältnisse, jenes Steigen der indirecten Einkünfte, auf
das man so stark gerechnet, einen Rückschlag erfahren werde, —
hat sich bereits in grosser Ausdehnung zu bestätigen begonnen. So
stellten sich die Zollerträgnisse in den 8 ersten Monaten der letztver
flossenen drei .Jahre folgend ermaassen:
1854 1855 1856
93'7T3,039 Fr. 139’264,‘210 114’592,525 Fr.
Sonach Verminderung im letzten .Jahre von mehr als 24^/^ Milk,
und wenn sich auch gegen 1854 noch eine Mehreinnahme von etwas
über 20Ya Mill, ergibt, so rührt selbst dieses Mehr grösstontheils nicht
von einer Vermehrung des Handels, sondern zunächst nur davon her,
dass mau die Zollabgaben, durch Einführung eines zweiten décime
de guerre, um weitere 10 l’roc. erhöht hat.
S. 44. Bicdget für 1857. Dasselbe schliesst so ab:
Einnahmen (ordentliche und ausserordentliche)
(wirklicher Dienst . . 1,174’969,226
Ausgaben ^ Jietriehs- u. Erhehungskosten 523‘935,438
Fres. ],709’874,512
1,(J98’904,664
Hierunter sind begriffen :
Ausserordentliche Ausgaben 53‘564,000
„ . Einnahmen 1‘129,286
Gleichzeitig wurden bereits ausserordentliche (Supplementarcreditc)
bewilligt.
S. 45. Budget der Stadt Paris. Dasselbe ward im Jahre 1855
factisch bis zur Unkenntlichkeit überschritten. Vermittelst An leben
steigerte man die Einnahme bis auf die enorme Summe v. 139’312,208
Frk. Die wirklichen Ausgaben beliefen sich auf 112’125,022. Das
Octroi (Stadtaccise) bildet die weitaus bedeutendste Einnahmsquelle;
dasselbe ertrug 41’8 7 2,812 Frk.
S. 52. Armee. Der active Bestand der Garde soll nur etwa
25,000 Mann betragen.
S. 54. Russischer Feldzug von 1812. Unsere Angabe, dass
Napoleons „grosse Armee“ im Russ. Feldzuge von 1812 nur zur
kleineren Hälfte aus Franzosen bestanden habe, wird durch die Be
rechnung eines deutschen Militärschriftstellers bestätigt. Darnach
zählte Napoleons Heer :
Infanterie, Bataillone: 299 französ., 306 verbündete, zus. 605
Cavallerie, Schwadronen: 251 „ 275 „ „ 526
Pferde: 34,580 „ 40,140 „ „ 74,720
Die Zahl der Franzosen vermindert sich aber noch äusserst be
deutend, wenn man gebührend abrechnet die ihnen damals zugezählten